Peking-Besuch beendet

Trump bei Xi: „Fantastische Deals“, Iran und Rosen

Außenpolitik
15.05.2026 11:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump ist nach seinem mehrtägigen Staatsbesuch in China wieder auf dem Rückweg in die USA. Er zog eine positive Bilanz des Gipfeltreffens. Trump sprach von „fantastischen Handelsdeals“ und sieht Einigkeit im Iran-Atomstreit.

Nach US-Angaben sollen bei den Treffen Verabredungen in der Wirtschaft sowie im Flugzeug- und Agrarbereich getroffen worden sein. So hat Chinas Regierung Interesse am Kauf von 300 Boeing-Flugzeugen im Wert von mehr als 37 Milliarden Euro bekundet. Das werde viele Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten sichern, sagte Trump. Analystinnen und Analysten hatten zuvor mit einem noch umfangreicheren Deal gerechnet. Der US-Präsident war auf seiner China-Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet worden, der unter anderem auch Boeing-Chef Robert Ortberg angehörte.

Xi will Soja kaufen
Xi bekundete laut Medienberichten außerdem Interesse am Kauf von Sojabohnen aus den USA. Davon würden Amerikas Landwirtinnen und Landwirte profitieren, schrieb der Sender Fox News auf der Plattform X. Auf die hohen US-Zölle hatte Peking mit Importaufschlägen auf Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten reagiert.

Für US-Präsident Donald Trump (li.) scheint sein Besuch bei Xi Jinping in Pekinf hocherfreulich ...
Für US-Präsident Donald Trump (li.) scheint sein Besuch bei Xi Jinping in Pekinf hocherfreulich verlaufen zu sein.(Bild: AFP/EVAN VUCCI)

Hilfsangebot für Iran-Waffenruhe
Beim Iran-Krieg soll Peking nach Angaben Trumps ein nicht näher ausgeführtes Hilfsangebot unterbreitet haben. China erneuerte indes die Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe. Er habe mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über die iranischen Atom-Ambitionen gesprochen und sie seien sich einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen darf, erklärte Trump zum Abschluss seines Besuches.  Zudem stimmen China und die USA darin überein, dass sie „die Meerenge offen“ wollten, erklärte Trump mit Blick auf die für die internationale Schifffahrt wichtige Straße von Hormuz. China, das ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls ist, habe Hilfe bei der Öffnung in Aussicht gestellt, so der US-Präsident.

Trump drohte dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. „Ich werde nicht mehr lange geduldig sein“, sagte er in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandle, seien vernünftig, so Trump.

Rosensamen als Geschenk 
„Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können“, ist der Republikaner überzeugt. Er war zuvor von Chinas Präsident Xi Jinping in der abgeschotteten Anlage für Regierungsmitglieder empfangen worden. Besuche von Staatsgästen in Zhongnanhai, einem früheren kaiserlichen Garten neben der berühmten Verbotenen Stadt, sind selten. Beim Spaziergang lobte Trump die Rosen im Garten als besonders schön. Xi sagte, er werde Trump Rosensamen schicken. Fraglich ist, ob der US-Präsident mit diesem Geschenk wirklich etwas anzufangen weiß. Den von Jackie Kenney angelegten Rosengarten ließ er schließlich niederwalzen

Konfrontation zu Taiwan soll vermieden werden
Ein zentrales Thema des Spitzentreffens war Taiwan. Xi, der die Insel als Teil Chinas beansprucht, warnte Trump vor der Gefahr, dass die beiden Großmächte bei diesem Thema in einen Konflikt geraten könnten. Der chinesische Staatssender berichtete, beide Präsidenten hätten sich über regionale Brennpunkte ausgetauscht. China und die USA sollten ihre politischen Kurse abstimmen und Konfrontationen vermeiden.

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