US-Präsident Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. „Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“, sagte der Republikaner in einem Interview. Trotz seiner Drohung meinte Trump, die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran laufen gut.
Im Interview mit der „Financial Times“ fügte er hinzu, „einige dumme Leute“ würden seine Idee, Irans Ölförderung einzunehmen, hinterfragen. Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Kharg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.
Trump: Haben viele Optionen
Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung des Landes ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Kharg wäre jedoch riskant. „Vielleicht nehmen wir die Insel Kharg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen“, wurde Trump von der FT zitiert. „Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Kharg) bleiben müssten.“
„Könnten Insel leicht einnehmen“
Auf die Frage nach dem Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel antwortete er: „Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.“ Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.
„Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig“
Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran gut vorankämen. Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohen US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Auf die Frage nach einer möglichen Waffenruhe sagte Trump: „Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns. Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen“, meinte er demnach.
Schwerwasserreaktor im Iran getroffen
Irans Forschungsreaktor Khondab wurde indes nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Zudem werde „militärische Infrastruktur“ in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die israelische Armee am frühen Montagmorgen mit. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, das US-Militär habe „viele seit Langem verfolgte Ziele“ im Iran angegriffen und zerstört.
Auch Israel attackiert
Zuvor hatte es bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel rund um die Wüstenstadt Be‘er Sheva im Süden des Landes mehrere Verletzte gegeben. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete Sonntagnachmittag elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände. Nach einem Raketenangriff ebenfalls Sonntagnachmittag brach außerhalb von Be‘er Sheva zudem ein großer Brand in einer Chemiefabrik aus.
Israels Armee: Erneut Drohnen der Houthi-Miliz abgefangen
Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen griff Israel erneut mit Drohnen an. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht auf Montag mit. Die islamistische Houthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Houthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden. Die Miliz kontrolliert weite Teile des Jemens und erhält von der iranischen Führung militärische Unterstützung. Während des Gaza-Kriegs hatte sie Israel regelmäßig beschossen.
Golfstaaten melden erneuten Beschuss
Kuwait und andere Golfstaaten stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf Montag auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing unterdessen erneut fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilte. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, wie arabische Medien berichteten. Die Geschosse seien abgefangen worden.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.