Prozess um Fabian (8)
Vater ist mit Mordverdächtiger wieder in Beziehung
Im Fall des ermordeten achtjährigen Fabian aus Güstrow sind Ermittlungen gegen den Vater eingeleitet worden. Der 35-Jährige wird verdächtigt, eine Falschaussage gemacht zu haben. Er war am 30. April und 5. Mai rund eineinhalb Tage intensiv vernommen worden (siehe Video oben).
Seit Ende April läuft die Hauptverhandlung im Mordprozess gegen eine 30-Jährige, die den Buben laut Anklage im Oktober 2025 getötet haben soll. Sie soll eine langjährige Beziehung zum Vater Fabians gehabt haben. Dieser hatte zuletzt gesagt, er und die Frau seien inzwischen wieder ein Paar. Er glaube an ihre Unschuld. Die Verdächtige schweigt bisher und sitzt seit November 2025 in Untersuchungshaft.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum der 35-Jährige wieder eine Beziehung zu der Angeklagten aufgenommen habe, sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Sie wird nämlich verdächtigt, den Buben genau aus dem Grund getötet zu haben, weil es wegen Fabian zu Streit zwischen ihr und dem Vater gekommen war. Der 35-Jährige lebt getrennt von der Mutter des Kindes, der Achtjährige soll ihn erst nach der Trennung von der Mordverdächtigen wieder regelmäßig besucht haben.
Wollte nicht in Akten einsehen
Es sei zudem wenig nachvollziehbar, wie ein Zeuge seine Aussage derart ändern könne, sagte Nowack mit Blick auf vorherige Vernehmungen des Vaters, unter anderem bei der Polizei. Er vermutet, dass die Angeklagte auf ihren Partner eingewirkt habe. Der 35-Jährige habe weder die Möglichkeit der Akteneinsicht noch eine Teilnahme als Nebenkläger genutzt.
Der Prozess begann am 28. April. Bis zum 2. Juli stehen noch 14 Verhandlungstermine aus. Allerdings kündigte der Vorsitzende Richter Holger Schütt bereits an, dass weitere Termine notwendig würden.









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