Gut gemeint ist bekanntlich nicht immer gut. Kinder und junge Jugendliche von den teils hochgradig bösen Verlockungen der sozialen Medien fernzuhalten – das ist eine gute Idee. Die österreichische Politik diskutiert seit einiger Zeit ein Mindestalter für Social Media – gestern ist die ÖVP-SPÖ-Neos-Regierung zu einer Einigung gekommen.
Die dabei festgelegten Eckpunkte: Die Altersgrenze liegt bei 14 Jahren, das Verbot soll ab dem 1. Jänner 2027 gelten. Viel mehr wissen aber nicht einmal die zuständigen Politiker selbst. Die technische Umsetzung – wie wird geprüft, wer sich in den sozialen Netzen bewegen darf und wer nicht: ungeklärt. Welche Plattformen betroffen sein werden, sollen Experten entscheiden.
Gute Absicht – aber eine Menge Fragezeichen, wie diese Absicht in die Realität umgesetzt werden kann.
Fragen offen bleiben auch rund um die Lehrplanreform, die im Paket mit dem Mindestalter verhandelt und gestern auch vorgestellt wurde. Der von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) eingeforderte Medienkompetenzunterricht kommt per Schuljahr 2027/28, also mehr als ein halbes Jahr nach Einführung des Social-Media-Alterslimits. Für diesen zusätzlichen Unterricht sollten bis zu vier Lateinstunden gestrichen werden – tatsächlich fallen jetzt nur zwei Stunden.
Ein gutes Ergebnis – oder haben alle verloren? Am ehesten wurde es ein fauler Latein-Kompromiss.
Kommen Sie gut durch den Samstag!
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