Im Iran ist ein österreichisch-iranischer Doppelstaatsbürger festgenommen worden. Sein Aufenthaltsort ist aktuell unklar. Man stehe in Kontakt mit der Familie des Betroffenen und habe sich an die iranischen Behörden gewandt, teilte das Außenministerium mit.
Laut der Menschenrechtsorganisation Hengaw wurde der Mann bereits am 11. März in Teheran festgesetzt. Nun sei sein Verbleib unklar. Er soll in das Kriegsland gereist sein, um persönliche finanzielle und administrative Angelegenheiten zu erledigen. Dort sei er dann aber vom Geheimdienst festgenommen worden. Es handle sich um ein „größeres Muster der Inhaftierung von Doppelstaatsbürgern“, sagten Mitglieder von Hengaw. Beobachterinnen und Beobachter würden von einer „Politik der Geiselnahme“ sprechen.
Tatsächlich hat der Iran in der Vergangenheit wiederholt Menschen aus dem Ausland und mit Doppelstaatsbürgerschaft inhaftieren lassen. Damit soll die Freilassung regimetreuer Iranerinnen und Iraner aus dem Ausland erzwungen werden.
Im Juni 2023 durften zum Beispiel zwei Inhaftierte mit österreich-iranischer Doppelstaatsbürgerschaft sowie ein Belgier aus dem Iran ausreisen – im Austausch gegen die Freilassung eines iranischen Diplomaten aus belgischer Haft. Dieser Mann soll einen vereitelten Anschlag auf eine Versammlung von Exil-Iranerinnen und -iranern bei Paris 2018 geplant haben. Er war damals als Diplomat an der iranischen Botschaft Wien stationiert. In Belgien wurde er dann rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilt.
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