Ein tragischer Badeunfall in Kärnten hat am Sonntag ein tödliches Ende genommen: Ein 22-jähriger Mann konnte nach 40 Minuten unter Wasser von Einsatzkräften geborgen werden – verstarb allerdings wenig später im Spital.
Dramatische Szenen spielten sich am Sonntagnachmittag am Längsee im Bezirk St. Veit an der Glan ab. Ein 22-Jähriger schwamm mit einem 17-jährigen Freund vom Rutschensteg Richtung Bojeninsel. „Laut polizeilicher Ermittlung dürfte der 22-Jährige circa 40 Meter vor der Bojeninsel aufgrund eines Schwächeanfalls plötzlich untergegangen sein“, informiert die Landespolizeidirektion Kärnten.
Weitere Badegäste reagierten sofort und schwammen den beiden zu Hilfe. Der 17-Jährige versuchte mehrfach, nach seinem Freund zu tauchen, konnte ihn jedoch nicht mehr sehen oder erreichen. Auch anderen Helfern gelang es trotz mehrerer Tauchversuche nicht, den Vermissten ausfindig zu machen.
Taucher konnten den jungen Mann in 14 Metern Tiefe finden
Bis zum Eintreffen der Wasserrettung hielten die Badegäste den völlig erschöpften 17-Jährigen über Wasser. Er wurde anschließend ins ELKI Klagenfurt gebracht und blieb körperlich unverletzt. Nach rund 40 Minuten konnte der 22-Jährige schließlich im trüben Wasser des Längsees in etwa 14 Metern Tiefe gefunden und geborgen werden. „Nach sofortiger Reanimation wurde er in das Klinikum Klagenfurt eingeliefert, wo er kurze Zeit später verstarb“, so die Polizei.
Im Einsatz stand auch die Freiwillige Feuerwehr St. Veit an der Glan. „Wir sind um 14.11 Uhr alarmiert worden. Gemäß Alarmplan bei Badeunfällen wurde sofort Tauchalarm ausgelöst“, erklärte Jürgen Sampl, Sprecher der Feuerwehr. „Bereits 24 Minuten nach der Alarmierung waren vier Einsatztaucher im Wasser. Nach rund zehn Minuten Suche konnte die vermisste Person schließlich in etwa 14 Metern Tiefe gefunden und an die Oberfläche gebracht werden. Unmittelbar danach wurden noch am Einsatzboot die ersten Reanimationsmaßnahmen eingeleitet.“
Belastender Fall für Einsatzkräfte
Für die Helfer seien solche Einsätze besonders belastend. „Man will nicht, dass jemand um sein Leben kämpfen muss“, so Sampl. Umso wichtiger seien Ausbildung und kameradschaftlicher Zusammenhalt nach belastenden Situationen. „Ein ganz wichtiger Teil ist, dass man den Einsatz nachbespricht – was hat funktioniert, was könnte man besser machen.“
Trotz der belastenden Bedingungen funktionierte der Einsatz reibungslos. Umso tragischer sei es für die Einsatzkräfte, dass das Leben des jungen Mannes dennoch nicht gerettet werden konnte. Emotional sind solche Situationen auch für Angehörige und Augenzeugen. „Das ist natürlich schon eine extrem belastende Situation“, sagte Sampl. Deshalb achte die Feuerwehr darauf, nur erfahrene Kräfte direkt in besonders belastende Einsatzbereiche zu schicken.
Im Einsatz standen: die BF Klagenfurt, FF Edling, FF Launsdorf, FF Peratschitzen, FF Rückersdorf, FF St Veit an der Glan, FF Stein/Jauntal, FF Thalsdorf, FF Völkermarkt, ÖWR Est Längsee, ÖWR Taucher Mitte, ÖWR Sitzendorf, ÖWR Krumpendorf sowie der Polizeihubschrauber Libelle Lima
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