Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC verbietet den Import neuer, im Ausland hergestellter Router für Endverbraucher und geht damit aus Sicherheitsbedenken insbesondere gegen chinesische Elektronik vor. Die am Montag erlassene Anordnung betrifft ausschließlich neue Modelle, der Import und die Nutzung bereits vorhandener Geräte bleiben erlaubt.
Cyberkriminelle hätten in der Vergangenheit Sicherheitslücken in ausländischen Geräten ausgenutzt, um Netzwerke zu stören. Außerdem würden sie Spionage betreiben und geistiges Eigentum stehlen, erklärte die FCC weiter. Schätzungen zufolge beherrschen chinesische Hersteller mindestens 60 Prozent des US-Marktes für Heimrouter.
Der republikanische Vorsitzende des China-Ausschusses im Repräsentantenhaus, John Moolenaar, begrüßte die Entscheidung. Sie schütze das Land vor anhaltenden Cyberangriffen aus der Volksrepublik und stelle sicher, dass diese Geräte nicht Teil der kritischen Infrastruktur würden. Die chinesische Botschaft in Washington nahm zunächst nicht Stellung.
Im Februar hatte der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton den kalifornischen Router-Hersteller TP-Link Systems verklagt. Der aus einem chinesischen Konzern hervorgegangene Netzwerkausrüster wies die Vorwürfe zurück, der Regierung in Peking Zugriff auf US-Verbraucherdaten zu gewähren. Im Dezember hatte die FCC ein ähnliches Importverbot für neue chinesische Drohnen verhängt.
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