Das verlorene Cup-Finale vom SV Mattersburg jährt sich heute zum 20. Mal. Austria Wiens Star-Truppe war zu stark für Mörz & Co. „Wir sind leider untergegangen.“
Genau 20 Jahre ist es her – die eingefleischtesten aller Mattersburger Fans werden sich wohl noch gut an den 9. Mai 2006 erinnern. In einer echten Fabel-Saison zogen die Pappelstädter nach einem Halbfinal-Sieg gegen den FC Superfund phänomenal ins ÖFB-Cup-Finale ein. Es hätte die Sternstunde der Grün-Weißen werden können. Doch die Träume vom „Happel-Wunder“ sind gegen die Star-Truppe der Wiener Austria zerplatzt. An den Veilchen biss sich der SVM die Zähne aus.
Wir hatten damals einen unglaublichen Zuschauerschnitt. Von dem können heute viele Bundesligisten nur träumen
SVM-Legende Michi Mörz
„Es war eine ganz besondere Euphorie zu spüren – von Beginn der Saison an“, erinnert sich Rekordspieler Michael Mörz. Unzählige Fans pilgerten in die Bundeshauptstadt, um ihren Herzensverein anzufeuern. Doch nicht nur beim Cupfinale war der Andrang riesig. „Wir hatten damals einen unglaublichen Zuschauerschnitt. Von dem können heute viele Bundesligisten nur träumen“, schmunzelt der Ex-Nationalspieler. Und schwelgt weiter in Erinnerungen. „Es war die wohl beste Zeit, die unser Klub je hatte.“
„Völlig verdient verloren“
Der Rückblick auf die Partie selbst fällt weniger euphorisch aus. „Wir sind leider untergegangen. Haben uns zwar mehr erwartet, aber völlig verdient verloren“, so die einstige SVM-Ikone ehrlich. Am Ende muss man sich mit 0:3 geschlagen geben. Frenkie Schinkels und seine Austria sicherten sich damals sogar das Double.
Die Niederlage nagt zwar nicht an mir, es wäre aber natürlich schön gewesen. Wenn du in ein Endspiel kommst, willst du das dann auch gewinnen.
Michi Mörz über das verlorene Cup-Finale
Die qualitativen Unterschiede waren augenscheinlich: Internationale Klasse auf der einen, burgenländische Bodenständigkeit auf der anderen Seite. „Wir hatten kaum Stars im Kader und haben mit fünf gebürtigen Mattersburgern gespielt. Das war schon etwas ganz Besonderes, mit dem Heimatverein in ein Finale zu kommen“, unterstreicht Mörz. Doch kaufen konnte sich der SVM davon nichts – auch keinen Cup-Titel. Ein großer Triumph blieb den Mattersburgern in ihrer Geschichte verwehrt.
“Dann willst du das auch gewinnen“
Dem SVM war es nie vergönnt, einen Titel zu holen. „Man liest immer wieder davon, wird öfter darauf angesprochen“, verrät die Mattersburger-Legende, die noch heute mit Wehmut auf die Finalpleite blickt, dem verpassten Coup aber nicht nachweint. „Die Niederlage nagt zwar nicht an mir, es wäre aber natürlich schön gewesen. Wenn du in ein Endspiel kommst, willst du das dann auch gewinnen.“
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