Unverträglichkeit

Gefahr aus dem Kochtopf: Wenn Essen krank macht

Gesund
20.06.2014 16:30
Bekommen Sie nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel Magen-Darm-Probleme? Dann könnte eine Nahrungsmittelunverträglichkeit dahinter stecken. Dabei ist der Organismus nicht in der Lage, bestimmte Bestandteile des Essens zu verdauen. Die häufigsten Formen sind Laktose-, Fruktose- und Histaminunverträglichkeit sowie Zöliakie.

Welche Beschwerden verursacht Zöliakie? 
Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen sind die Hauptsymptome. Charakteristisch ist, dass die Beschwerden nicht unmittelbar nach dem Essen glutenhältiger Nahrungsmittel, sondern etwas verzögert auftreten. Gluten (Eiweißstoffe) sind enthalten in Weizen, Roggen, Hafer und Gerste. Vertragen werden hingegen Hirse-, Reis-, Mais- und Erdäpfelmehl.

Was ist eine Laktoseintoleranz?
Bei Menschen, die an Laktoseintoleranz leiden, werden Milch und Milchprodukte schlecht vertragen. Der Grund ist ein Enzymmangel, von dem in Österreich etwa 20 Prozent betroffen sind. Laktose kann nicht verdaut werden, wenn sie nicht vorher von dem Enzym Laktase im Dünndarm in ihre Bestandteile Glukose und Galaktose aufgespalten wird. Neben dem Weglassen von Milchprodukten gibt es auch die Möglichkeit, das Enzym mit Präparaten zu ersetzen.

Wie erkenne ich eine Fruchtzuckerunverträglichkeit?
Übelkeit, Blähungen und Durchfall sind auch die Hauptsymptome, wenn Fructose nicht vertragen wird. Der aufgenommene Fruchtzucker wird nur zum Teil im Dünndarm aufgenommen und gelangt in den Dickdarm, wo es zu den oben genannten Beschwerden kommt. Etwa 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung leiden darunter.

Als Therapie sollte der Verzehr von fruchtzuckerhaltigen Nahrungsmitteln reduziert werden: Dazu gehören Dörrobst, frisches Obst, Marmelade und Honig, aber auch manche Gemüsesorten wie Kohl, Lauch oder Zwiebel. Vorsicht bei Fertigprodukten, denn oft ist Fructose zugesetzt. Lesen Sie immer genau die Zutatenliste!

Was versteht man unter Histaminintoleranz? 
Histaminunverträglichkeit entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen diesem Stoff im Körper und dem Enzym DAO, das Histamin abbauen sollte. Nehmen Betroffene stark histaminhaltige Nahrungsmittel (z.B. Thunfisch, bestimmte Käsesorten, oder auch Rotwein) zu sich, kommt es unter anderem zu Migräne, Schwindel, Herzrasen. Deshalb sollten diese Lebensmittel – wenn möglich – gemieden werden.

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