Terrorismus-Vorwurf

Kämpfer angeworben? PKK-Sympathisant vor Gericht

Vorarlberg
26.08.2026 10:30

Ein Mann muss sich am MIttwoch am Landesgericht Feldkirch wegen Mitgliedschaft in der PKK verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, über etliche Jahre hinweg die Terrororganisation unterstützt zu haben.

Der Angeklagte soll 17 Jahre lang Mitglied der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) gewesen sein. Laut Anklage habe er in dieser Zeit gezielt Unterstützer, Mitglieder und sogar Kämpfer für die Organisation angeworben. In Österreich gilt die PKK als Terrororganisation und ist daher verboten. Das Strafgesetz sieht für Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren vor.

Großer Geldbetrag gesammelt
Der Mann soll sowohl in Vorarlberg als auch in Russland Spendengelder für die PKK eingezogen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kamen auf diese Weise mindestens 100.000 Euro zusammen. Dieses Geld floss der Anklage zufolge direkt an die Terrororganisation weiter. Weiters wird dem Mann vorgeworfen, die PKK in den sozialen Medien offensiv beworben haben. Mit Fotos und hymnischen Kommentaren habe er ein positives Bild der Organisation vermittelt. 

PKK kündigte Auflösung an
Die PKK führte seit 1984 einen bewaffneten Konflikt mit der Türkei. Die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und die Türkei stufen sie alle als Terrororganisation ein. 2025 kündigte die PKK ihre Auflösung an, nachdem ihr inhaftierter Anführer Abdullah Öcalan diesen Schritt öffentlich gefordert hatte. Öcalan sitzt seit 1999 wegen Hochverrats im Gefängnis.

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