„Schiffe bedroht“
Straße von Hormuz: USA setzen Bunkerbrecher ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormuz anzugreifen.
Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten „eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge“ dargestellt. Der Schiffsverkehr in der für den Öl- und Flüssiggashandel wichtigen Meerenge ist wegen iranischer Angriffsdrohungen seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran praktisch zum Erliegen gekommen.
Unterdessen herrscht in Washington Entrüstung über eine Absage der NATO-Partner an eine gemeinsame Absicherung der international wichtigen Handelsroute. US-Präsident Donald Trump zeigte sich am Dienstag sichtlich wütend und teilte mit drastischen Worten gegen die Verbündeten aus: Ihre Position sei „schockierend“. „Ich denke, die NATO macht einen sehr dummen Fehler“, sagte Trump.
US-Experte: „Trump geht zu weit“
Die US-Forderung an die Verbündeten sei „außerordentlich“ gewesen, sagt Philip Gordon von der Denkfabrik Brookings Institution. Der Sicherheitsberater der früheren Vizepräsidentin Kamala Harris ist sich sicher: Trump gehe zu weit, wenn er von den Partnern verlange, für den Schutz von Öltankern Menschenleben aufs Spiel zu setzen – zumal Trump für die Europäer bisher überwiegend Beleidigungen und Beschimpfungen übrig gehabt habe.

Von diesen Tiraden hatte der US-Präsident den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz bisher ausgenommen und ihn einen „großartigen Anführer“ und Freund genannt. Nun aber rügte er auch Deutschland, ohne den Kanzler namentlich zu nennen. Das deutsche „Oberhaupt“ – damit meinte Trump offenbar Merz – habe erklärt, sein Land habe nichts mit dem Iran-Krieg zu tun und wolle sich deshalb nicht in der Straße von Hormuz engagieren, kritisierte der US-Präsident.
Politologin: „Keine Vergeltung, sondern reale Zwänge“
Die Politologin Liana Fix von der Denkfabrik Council on Foreign Relations sagt, die Europäer hätten bereits mit der militärischen Unterstützung für die Ukraine zu kämpfen und mit wirtschaftlichen Problemen, an denen Trump mit seinen Zöllen nicht ganz unschuldig sei. Der Widerstand gegen die Hilfe für Washington in der Straße von Hormus sei deshalb „keine Vergeltung, sondern es sind einfach sehr reale Zwänge und politische Abwägungen“, sagt Fix.









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