Erste-Hilfe-Tipps

Weggeknickt! Das müssen Ersthelfer nun vermeiden

Niederösterreich
04.05.2026 05:00

Ein schneller Richtungswechsel, ein falscher Schritt – und plötzlich knickt das Knie weg. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, ist für die Betroffenen oft nicht abschätzbar. Für Ersthelfer gilt es daher, eine Sache unbedingt zu vermeiden, wie die Experten von Samariterbund und Rotem Kreuz erklären.

Notfälle können immer und überall passieren. Vor allem am Sportplatz. Knieverletzungen zählen dabei zu den häufigsten Unfällen. Sie entstehen oft durch plötzliche Drehbewegungen, Stopps oder Stürze. Die Bandbreite der Blessuren reicht von leichten Überdehnungen bis zu schweren Schäden an Bändern oder Meniskus.

Knieverletzungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen.
Knieverletzungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen.(Bild: Attila Molnar)

Das Problem dabei: Wie schwer die Verletzung ist, kann meist nicht sofort beurteilt werden. „Viele Menschen reagieren daher in solchen Situationen hektisch“, erklären die Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund) im neuesten Teil der „Krone NÖ“-Serie „Helfen rettet Leben“.

Belastung vermeiden
Als Ersthelfer gilt es, vor allem einen Impuls zu vermeiden. „Man möchte der betroffenen Person meist sofort wieder aufhelfen“, weiß Praska. Doch genau das ist fehl am Platz. „Die wichtigste Maßnahme zu Beginn ist, das Bein ruhig zu halten“, weiß Radschopf.

Rotes Kreuz und Samariterbund erklären für die „Krone“-Leser, wie Ersthelfer bei ...
Rotes Kreuz und Samariterbund erklären für die „Krone“-Leser, wie Ersthelfer bei Sportverletzungen richtig reagieren.(Bild: Attila Molnar)

Angenehme Position
Daher hilft man dem Verletzten am besten, wenn man ihn unterstützt, eine angenehme Position einzunehmen. „Das kann sitzend oder liegend sein“, erklären die beiden Experten. Wenn möglich, kann die betroffene Körperstelle mit einem kalten Umschlag gekühlt werden. „Knieverletzungen sind auf jeden Fall ernst zu nehmen“, so Radschopf. Daher sollte der Verunfallte weiter beobachtet werden. „Nehmen die Schmerzen stark zu oder ist das Bein instabil, dann rufe sofort den Notruf“, erklären die beiden.

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Harald Radschopf vom Samariterbund.

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