Aus Iran geschmuggelt?

Neuer Ayatollah soll in Moskauer Klinik sein

Außenpolitik
16.03.2026 08:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Über den Zustand und den Aufenthaltsort des neuen Obersten Führers im Iran, Mojtaba Khamenei, wird weiter spekuliert – der neue Ajatollah hat sich seit seiner Ernennung nicht öffentlich gezeigt. Laut einem Bericht soll er sich in einer Moskauer Klinik befinden. Der US-Präsident dagegen vermutet, dass Khamenei bereits tot ist.

Die kuwaitische Zeitung „Al-Jarida“ berichtet unter Berufung auf „eine hochrangige Quelle aus dem Umfeld des neuen iranischen Führers“, dass Khamenei am Donnerstag in einer geheimen russischen Operation aus dem Iran geschmuggelt worden sei. Der russische Präsident Wladimir Putin soll vorgeschlagen haben, Khamenei zur Behandlung nach Russland zu bringen. Dort soll er sich ordnungsgemäß erholen können, ohne Ziel israelischer und US-amerikanischer Luftangriffe zu werden.

Der verstorbene Oberste Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, soll von der Eignung seines ...
Der verstorbene Oberste Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, soll von der Eignung seines Sohnes als Nachfolger nicht überzeugt gewesen sein.(Bild: AFP/MOHAMMED HUWAIS)

Ayatollah-Botschaft wohl nicht von Khamenei selbst verfasst
Mit Khamenei soll ein Team iranischer Ärzte nach Russland gereist sein. Seine Botschaft, die vergangene Woche verlesen wurde, soll er gar nicht selbst verfasst haben. Der Oberste Führer habe „seine“ Nachricht nicht einmal vor der Ausstrahlung gesehen, wie es im Bericht heißt. Er habe den Inhalt erst vernommen, als die Botschaft verlesen wurde. 

Mojtaba Khamenei ist seit den Angriffen von Israel und den USA aus der Öffentlichkeit ...
Mojtaba Khamenei ist seit den Angriffen von Israel und den USA aus der Öffentlichkeit verschwunden.(Bild: AP/Alberto Pezzali)

Die Zeitung schreibt in Berufung auf die Quelle, dass die Botschaft wohl aus der Feder von Irans nationalem Sicherheitschef Ali Laridschani stammt. Die Nachricht sei nahezu identisch mit mehreren Erklärungen, die dieser in den letzten Tagen abgegeben habe.

Trump sieht Iran „im Wesentlichen führerlos“
US-Präsident Donald Trump vermutet dagegen, dass Khamenei – wie sein Vorgänger und Vater – bereits tot sei. Er sehe den Iran „im Wesentlichen führerlos“. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte dagegen am Freitag, Khamenei sei „verwundet und wahrscheinlich entstellt“.

Wie CBC News berichtete, soll der US-Geheimdienst herausgefunden haben, dass der verstorbene iranische Oberste Führer Ali Khamenei besorgt darüber war, dass sein Sohn ihn im Falle seines Todes als Herrscher ersetzen könnte. Er habe seinen 56-jährigen Spross als „nicht sehr intelligent und als ungeeignet für die Führung angesehen“. Er habe zudem Probleme in seinem Privatleben gehabt. 

Der Iran weist jede dieser Spekulationen zurück. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Sonntag gegenüber dem Al-Araby Al-Jadeed, das neue Oberhaupt sei „bei ausgezeichneter Gesundheit“, habe „die Situation unter Kontrolle und sei an seinem Posten anwesend“. „Die Entscheidung über den Zeitpunkt von Fernsehansprachen oder direkten Auftritten vor dem Volk liegt in seiner Hand“, so der Minister.

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