In der deutschen Autobranche knirscht es: Mercedes, BMW und VW machten vergangenes Jahr weniger Gewinn. Bei Audi ist die Bilanz zwar positiv, allerdings sprang der Mutterkonzern ein. Mehr als die schon bekannten 7500 Jobs will Audi in den kommenden Jahren aber nicht streichen.
Audi hat ein vergleichsweise gutes Jahr hinter sich, gegen den Branchentrend stieg der Gewinn der VW-Tochter 2025 um ein Zehntel. Neben einem guten vierten Quartal verdankt Audi den höheren Gewinn aber vor allem einer Ausgleichszahlung aus dem Mutterkonzern VW. Das sei ein dreistelliger Millionenbetrag gewesen, so Finanzchef Jürgen Rittersberger.
US-Zölle kosteten über Milliarde
„Wir haben ein anspruchsvolles Jahr finanziell robust abgeschlossen“, sagte Finanzchef Rittersberger. Unter anderem hatten die neuen US-Zölle Audi 1,2 Milliarden Euro gekostet. Zudem leidet Audi unter dem starken Wettbewerbsdruck in China.
Heuer erwartet Audi ebenfalls große Herausforderungen, etwas durch die US-Zölle. Anders als etwa Konkurrent BMW hat Audi bisher kein eigenes US-Werk und ist daher besonders stark von den dortigen Zöllen betroffen. Die Entscheidung über ein mögliches Werk in den USA verzögert sich weiter.
Abstand zu BMW und Mercedes verkleinert
Mit dem Gewinnanstieg nähert sich Audi mit 4,5 Milliarden Euro im innerdeutschen Wettbewerb seinen beiden großen Konkurrenten wieder an, da BMW im vergangenen Jahr einen leichten Gewinnrückgang auf 7,5 Milliarden Euro hinnehmen musste, Mercedes sogar einen Absturz auf 5,3 Milliarden Euro.
„Keiner muss sich um Arbeitsplatz sorgen“
In den kommenden Jahren plant Audi jedenfalls keine weiteren Stellenstreichungen. „Es wird keinen weiteren Stellenabbau über die vereinbarten 7500 Arbeitsplätze hinaus geben“, sagte Personalvorstand Xavier Ros der „Augsburger Allgemeinen“. Und: „Die Beschäftigungsgarantie bis Ende 2033 gilt.“ Dass die VW-Tochter tausende Stellen streichen will, kündigte sie schon vor rund einem Jahr an.
Zudem stehe Audi zu seiner Zusage, den Stellenabbau ohne Kündigungen zu erreichen, erklärte Ros. „Keiner muss sich um seinen Arbeitsplatz sorgen.“ Er versicherte: „Es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen.“ Einen Großteil der geplanten Personaleinsparungen habe man schon in Angriff genommen. Bis Ende 2027 sollen schon bis zu 6000 abgebaut werden, wie der Personalvorstand erklärte.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.