Auflauf bei LH-Event

Die ORF-Wahl verkommt immer mehr zu einer Farce

Innenpolitik
20.05.2026 19:00

Dass die ORF-Wahl zu einer Farce verkommt, zeigt nicht zuletzt die Kandidatur von ORF-Journalistin Lisa Totzauer. Sie hat als Einzige ihr Antreten offiziell gemacht. Die drei Medienmanager Clemens Pig, Markus Breitenecker und Philipp König bekunden ihr Interesse mit einem Schaulaufen beim diesjährigen Heurigen des oberösterreichischen Landeshauptmanns Thomas Stelzer.

Der Medienabend fand wie jedes Jahr am Reisenberg statt. Heuer erstmals dabei die drei Genannten, die dem mächtigen Landeshauptmann ihre Aufwartungen machten.

Besonders auffällig verbrachten die drei Männer die Zeit des Abendessens. Während alle anderen 50 Gäste zu Tisch saßen, standen Pig, Breitenecker und König ein wenig wie auf einer Bühne um einen Stehtisch auf der Grünfläche vor dem Speisesaal und unterhielten sich zu dritt.

Breitenecker, Pig und König beim Heurigen
Breitenecker, Pig und König beim Heurigen(Bild: Imre Antal)

Trotzauer ließ sich beim Heurigen auch kurz blicken. Im Normalfall wäre das nicht außergewöhnlich, weil sie jedes Jahr dabei ist. Seltsam mutet aber auch der Wahlvorgang im Stiftungsrat selbst an. Die Stiftungsräte stimmen zwar „geheim“ mit Stimmzetteln ab, auf diesen sind aber ihre Namen vermerkt, sodass die Wahl alles andere als geheim ist.

Insider zweifeln nicht geheimen Wahlmodus an
Es gibt Zweifel, ob dieser Vorgang rechtskonform ist. Insider meinen, dass er dem neuen europäischen Medienfreiheitsgesetz widersprechen könnte, weil eine freie Wahl damit gefährdet wäre.

Stelzer lädt jedes Jahr auf den Reisenberg.
Stelzer lädt jedes Jahr auf den Reisenberg.(Bild: Imre Antal)

Wie absurd die Vorgänge rund um die Suche nach einem neuen Generaldirektor für den Öffentlich-Rechtlichen teilweise sind, macht Totzauer mit ihrer Kandidatur deutlich. Sie sprach in einer Pressekonferenz von einem „beschämenden und schmerzlichen Bild“, das der ORF abgebe, und von einer tiefen Krise.

Ihr werden keine Chancen eingeräumt
Totzauer, der keine Chancen eingeräumt werden, sprach davon, dass sie das größte Medienhaus des Landes nicht verwalten, sondern als demokratische Institution retten wolle. Hier komme ihr ihre 30-jährige Erfahrung im ORF gelegen: „Ich weiß von den Stärken und Schwächen und weiß in der Sekunde, was zu tun ist.“

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