Neuer US-Vorschlag

Trump: Führung in Teheran ist „vernünftig“

Außenpolitik
20.05.2026 22:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die USA haben dem Iran einen neuen Vorschlag für ein Kriegsende übermittelt. Man habe die „Standpunkte der amerikanischen Seite erhalten“ und prüfe diese derzeit, sagte Irans Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei am Mittwoch.

US-Präsident Trump ist nach eigenen Angaben bereit, einige Tage zu warten, um die „richtige Antwort“ zu erhalten. Bei der Führung in Teheran handle es sich um vernünftige Menschen, sagte er weiter. Unklar blieb zunächst, was er mit der richtigen Antwort meint. Zudem sagte er, dass die Verhandlungen auf der Zielgeraden seien. Gleichzeitig drohte er für den Fall des Scheiterns mit neuen Angriffen. „Ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas, vielleicht Anfang nächster Woche, ein begrenzter Zeitraum“, hatte Trump zuvor gesagt.

Für den US-Präsidenten ist es eine zentrale Bedingung, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe. Baghaei bekräftigte im Fernsehen die iranischen Bedingungen für ein Kriegsende, darunter die Freigabe iranischer Guthaben und ein Ende der US-Blockade der iranischen Häfen. Er sei misstrauisch gegenüber den USA.

Zitat Icon

Ich bin bereit, einige Tage zu warten, um die richtige Antwort zu erhalten.

US-Präsident Donald Trump

Zuvor hieß es, dass im Iran mit neuen Attacken gerechnet werde. Eine Rückkehr zum Krieg würde „viele weitere Überraschungen bereithalten“, schrieb Irans Außenminister Abbas Araqchi auf der Plattform X. Es werde schwere Angriffe an Orten geben, die bisher nicht erwartet würden, teilten auch die Revolutionsgarden am Mittwoch mit. Bereits am Dienstag hatte der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi Bereitschaft für neue Eskalationen gezeigt.

Verhandlungen unter pakistanischer Vermittlung über ein Kriegsende brachten bisher keinen Durchbruch. Diese laufen seit Wochen.

Saudi-Arabien: Iran soll Diplomatie nutzen
Der saudi-arabische Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud forderte die iranische Führung unterdessen auf, die diplomatischen Bemühungen zu nutzen. Teheran solle „unverzüglich auf Bemühungen reagieren, die darauf abzielen, die Verhandlungen zu einem Abkommen voranzubringen“, schrieb er. Zugleich lobte er Trump dafür, dass er „der Diplomatie eine Chance“ gebe. Saudi-Arabien unterstützt die laufenden Bemühungen Pakistans. Der pakistanische Innenminister Mohsin Raza Naqvi ist bereits zum zweiten Mal in dieser Woche für Gespräche mit iranischen Regierungsvertretern in Teheran. Er gilt als enger Vertrauter des pakistanischen Militärführers Asim Munir, der gute Kontakte zu Trump pflegen soll.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung