Die iranischen Revolutionsgarden haben gewarnt, dass sich der Krieg über die Region hinaus ausbreiten würde, falls die USA und Israel erneut angriffen. „Die offenen und verdeckten Bewegungen des Feindes zeigen, dass er eine neue Runde des Krieges anstrebt“, sagte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf.
Demnach wird in dem Land mit neuen Attacken gerechnet. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mit weiteren Angriffen gedroht, sollte Teheran einem Friedensabkommen nach seinen Bedingungen nicht zustimmen. „Ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas, vielleicht Anfang nächster Woche, ein begrenzter Zeitraum“, hatte er gesagt. Für den US-Präsidenten ist es eine zentrale Bedingung, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe.
Verhandlungen unter pakistanischer Vermittlung über ein Kriegsende brachten bisher keinen Durchbruch. Eine Rückkehr zum Krieg würde „viele weitere Überraschungen bereithalten“, schrieb Irans Außenminister Abbas Araqchi auf der Plattform X. Es werde schwere Angriffe an Orten geben, die bisher nicht erwartet würden, teilten auch die Revolutionsgarden am Mittwoch mit. Bereits am Dienstag hatte der iranische Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi Bereitschaft für neue Eskalationen gezeigt.
Saudi-Arabien: Iran soll Diplomatie nutzen
Der saudi-arabische Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud forderte die iranische Führung unterdessen auf, die diplomatischen Bemühungen zu nutzen. Teheran solle „unverzüglich auf Bemühungen reagieren, die darauf abzielen, die Verhandlungen zu einem Abkommen voranzubringen“, schrieb er. Zugleich lobte er Trump dafür, dass er „der Diplomatie eine Chance“ gebe. Saudi-Arabien unterstützt die laufenden Bemühungen Pakistans. Der pakistanische Innenminister Mohsin Raza Naqvi ist bereits zum zweiten Mal in dieser Woche für Gespräche mit iranischen Regierungsvertretern in Teheran. Er gilt als enger Vertrauter des pakistanischen Militärführers Asim Munir, der gute Kontakte zu Trump pflegen soll.
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