Klimafonds im Visier

Protest nach Sparkurs-Alarm bei Klimaschutz

Steiermark
20.05.2026 19:30

Sparstift des Bundes beim Klimafonds angesetzt – Erfolgsmodell mit weltweiter Strahlkraft steht plötzlich vor dem Aus. Das „Bodenpersonal“ in den Regionen rebelliert, das Ministerium kalmiert!

Österreich steht vor einem Paradoxon in Sachen Klimaschutz: Während ein international gefeiertes Erfolgsmodell der Energiewende weiter Schule macht, droht ihm im eigenen Land das Aus. Seit fast zwei Jahrzehnten sorgen Energie- und Klimamanager in Hunderten Regionen dafür, dass Gemeinden unabhängiger von fossilen Energien werden, sich gegen Naturkatastrophen wappnen und die Bevölkerung aktiv in den Klimaschutz einbinden.

Doch nun wackelt die Finanzierung – und mit ihr ein Netzwerk, das insgesamt für mehr als fünf Millionen Menschen arbeitet. Besonders dramatisch zeigt sich die Lage in der KLAR!-Zukunftsregion Ennstal. „Seit der neuen Bundesregierung ist alles ein konstanter Unsicherheitsfaktor“, warnt Expertin Dr. Natalie Prüggler.

Feuerwehren, Vereine und Gemeinden arbeiten heute jedenfalls Hand in Hand, schneiden Wildbäche ...
Feuerwehren, Vereine und Gemeinden arbeiten heute jedenfalls Hand in Hand, schneiden Wildbäche frei, sichern Hänge und organisieren Schutzmaßnahmen. In Kooperation mit Natalie Prüggler.(Bild: KLAR! Ennstal/Natalie Prüggler)

Katastrophengebiet zittert vor nächster Öko-Zäsur
Dabei gilt die Region seit 2017 als Pionierin, viele Gemeinden kämpfen immerhin heute noch mit der harten Realität als ehemaliges Katastrophengebiet. Bürgermeister wandten sich deshalb bereits vor einem Monat in einem Brief an Minister Norbert Totschnig, die Antwort fiel freundlich, aber – wie oft in der Politik – unverbindlich aus. Zu wenig für jene, die vor Ort täglich mit den Folgen der grassierenden Klimakrise konfrontiert sind.

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Echte Bürgernähe zeigt die Bundesregierung in Wien nicht mit Kahlschlag in den Regionen. Expertise vor Ort kostet halt auch Geld.

Dr. Natalie Prüggler

Feuerwehren, Vereine und Gemeinden arbeiten jedenfalls Hand in Hand, schneiden Wildbäche frei, sichern Hänge und organisieren Schutzmaßnahmen: „Mehrere Kilometer wurden schon bearbeitet, getragen vom starken Gemeinschaftsgefühl und dem klaren Ziel, die eigenen Dörfer zu schützen. Ohne Gelder aus Wien geht das aber auch nicht“, stellt Prüggler klar.

Letztes Wort bei Finanzierung noch nicht gesprochen
Bleibt die Finanzierung aus, droht ein massiver Rückschritt – nicht nur für die betroffenen Regionen. Mittlerweile wurde auch eine Petition für den Erhalt der Manager gestartet.

Auf „Krone“-Anfrage zeigt sich das Umweltministerium wenig beeindruckt vom Protest des örtlichen „Bodenpersonals“, erklärt aber: „Aufgrund der budgetären Herausforderungen konnte bisher kein grundsätzlicher Beschluss zum Jahresprogramm unseres Ministeriums getroffen werden. Wir haben und werden uns im Rahmen der Budgetverhandlungen auch weiterhin für eine ausreichende Finanzierung einsetzen“, so eine Sprecherin.

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