12.06.2014 09:53 |

Schwere DDoS-Attacke

Cyberkriminelle erpressen Geld von Online-Diensten

Fast zeitgleich wurden in den letzten Tagen zwei beliebte Online-Dienste von schweren Cyberattacken heimgesucht. Mit sogenannten "DDoS"-Angriffen wurden die Server des Notizdienstes Evernote und des Nachrichten-Tools Feedly mit einer Anfragenflut lahmgelegt. Zumindest Feedly hat zudem bestätigt, dass die Angreifer mit einer Geldforderung an das Unternehmen herantraten. Erst nach Zahlung eines bestimmten Betrages wollten sie ihre Angriffe einstellen.
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"Wir haben es abgelehnt, darauf einzugehen, und arbeiten mit unseren Netzwerkanbietern daran, die Auswirkungen der Attacke so gut es geht abzuschwächen", erklärte Feedly am offiziellen Firmenblog. Auch heißt es dort, man habe Kontakt zu anderen Unternehmen aufgenommen, die auf ähnliche Weise erpresst würden. Zudem habe man die Behörden verständigt.

Feedlys Hinweis, dass auch andere Unternehmen von der Erpressungswelle betroffen waren, lässt darauf schließen, dass der Notizdienst Evernote mit einer ähnlichen Taktik angegriffen wurde. Offiziell wurde dort jedoch bisher nicht bestätigt, dass Cyberkriminelle das Unternehmen erpressen. Lediglich das Stattfinden eines DDoS-Angriffs auf den Notizdienst gilt einem Bericht des IT-Nachrichtenportals "Golem" zufolge als gesichert.

Angriffe konnten abgewehrt werden
Mittlerweile laufen beide Angebote wieder rund, die Angriffe konnten abgewehrt werden. Sie zeigen jedoch, wie einfach es für Cyberkriminelle sein kann, Unternehmen zu erpressen. Besonders Firmen, die sich gegen solche Angriffe nicht mit den gleichen Mitteln zur Wehr setzen können wie die beiden nun betroffenen Internetdienste sind gefährdet, Opfer solcher Erpresser zu werden.

Bei DDoS-Angriffen werden die Server eines Unternehmens nicht im klassischen Sinne gehackt, es findet kein Eindringen durch den Angreifer statt. Vielmehr bombardiert dieser die Server mit Massen von Anfragen. So vielen, dass der angegriffene Server irgendwann überfordert ist und gar keine Anfragen mehr beantworten kann – auch nicht jene von regulären Nutzern, die den Dienst ganz normal nutzen wollen.

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