Trump: „Bald offen“

Kriegsschiffe sollen Irans Hormuz-Blockade brechen

Außenpolitik
14.03.2026 22:12

Obwohl der Iran laut US-Präsident Donald Trump „vollständig besiegt“ ist, hält er mit seiner Blockade der Straße von Hormuz die Weltwirtschaft im Würgegriff. Jetzt kündigte Trump die Entsendung von Kriegsschiffen an, um die Meerenge für Ölexporte zu öffnen.

China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Staaten sollen nach Trumps Vorstellung Kriegsschiffe in die Straße von Hormuz entsenden, erklärte er auf seiner Plattform „Truth Social“. Denn Länder, die auf Ölexporte durch die Meerenge angewiesen seien, müssten sich jetzt mit US-Hilfe darum „kümmern“, betonte der Präsident in einem weiteren Post. Das werde jetzt eine „Teamleistung“ und die Straße von Hormuz werde „so oder so“ bald offen sein.

Droht mit Angriff auf Öl-Anlagen
Schon mit seinem Angriff auf die iranische Öl-Insel Kharg in der Nacht auf Samstag wollte Trump den Iran dazu zwingen, die Blockade aufzuheben. Nach US-Angaben wurden alle militärischen Ziele auf der Insel zerstört, darunter Lagerstätten für Seeminen und Raketenbunker. Die Ölinfrastruktur blieb verschont. Der US-Präsident drohte allerdings, auch sie zu zerstören, sollte die Straße von Hormuz weiter blockiert werden. 

Die Karte zeigt die wichtigsten Öl- und Gasfelder, Raffinerien und Pipelines im Persischen Golf. Die meisten Öl- und Gasfelder sowie Raffinerien liegen in Saudi-Arabien, Kuwait, Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Straße von Hormuz ist als zentrale Exportroute für Schiffe hervorgehoben. Quelle: APA.

Damit treibt Trump ein höchst riskantes Spiel. Denn ein Angriff auf die Ölinfrastruktur auf Kharg würde einen Großteil der iranischen Ölexporte sofort zum Erliegen bringen, so ein hochrangiger Beamter von Irans Ölministerium laut „New York Times“. Mit katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft: Experten prophezeien, dass dies die Ölpreise, die bereits bei über 100 Dollar pro Barrel liegen, auf bis zu 150 Dollar pro Fass steigen lassen könnte. Denn nicht nur werden auf Kharg etwa neun von zehn Barrel der iranischen Rohölexporte verarbeitet – die weltweite Ölversorgung des Iran macht auch etwa vier Prozent des globalen Ölmarktes aus.

Iran droht, Ölfelder anzuzünden
Außerdem droht das Regime in Teheran mit Vergeltung, sollten der Energiesektor oder Häfen des Landes angegriffen werden. Laut den Revolutionsgarden werde der Iran im Fall des geringsten Angriffs die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen. Kein Hafen oder Wirtschaftszentrum am Persischen Golf wäre dann sicher. Auch US-Unternehmen in der Region würden dann zum Ziel von Attacken werden, drohte der Iran.

Widersprüchliche Angaben gibt es dazu, welche militärischen Kapazitäten das Mullah-Regime noch für Gegenschläge hat. Denn während Trump schon mehrfach behauptete, dass der Iran komplett geschlagen sei, kommen aus Tel Aviv ganz andere Töne. Er sehe den Schlüsselmoment gekommen, erklärte Israels Verteidigungsminister Israel Katz am Samstag. Der Kampf intensiviere sich und gehe in die „entscheidende Phase“ über, die so lange dauern werde, wie nötig, sagte er. Genaue Zeitangaben machte er nicht.  Gleichzeitig rief er die Bevölkerung im Iran zum Widerstand gegen die Führung in Teheran auf.

„Kein Problem“ mit Khamenei
Die hält sich offenbar weiterhin stabil an der Macht, obwohl sich der neue Oberste Führer Mojtaba Khamenei noch nicht in der Öffentlichkeit gezeigt hat. Um den Spekulationen entgegenzutreten, er sei verwundet oder gar entstellt, erklärt Irans Außenminister Abbas Araqchi jetzt, es gebe „kein Problem“ mit Khamenei.

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