2,9 Prozent im April

Teures Tanken treibt Inflation in Deutschland an

Wirtschaft
12.05.2026 13:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Steigende Ölpreise haben die deutsche Inflation im April auf den höchsten Stand seit Jänner 2024 getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte (siehe Video oben).

„Besonders der anhaltende Preisdruck bei Kraftstoffen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar“, sagte Bundesamt-Präsidentin Ruth Brand. Energie blieb im April Preistreiber Nummer eins. Sie verteuerte sich um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

„Diese Preisanstiege sind maßgeblich auf die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten und die dadurch ausgelöste Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt zurückzuführen“, sagten die Statistikerinnen und Statistiker. Durch die derzeit blockierte Straße von Hormuz wird im Regelfall etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs abgewickelt. Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich deshalb um 26,2 Prozent, während leichtes Heizöl 55,1 Prozent mehr kostete als im April 2025.

Die Inflation in Deutschland ist im April auf den höchsten Stand seit Jänner 2024 gestiegen.
Die Inflation in Deutschland ist im April auf den höchsten Stand seit Jänner 2024 gestiegen.(Bild: glomex)

Strom (-4,5 Prozent), Erdgas einschließlich Betriebskosten (-3,0 Prozent) und Fernwärme (-1,1 Prozent) wurden hingegen billiger. Nahrungsmittel verteuerten sich in unserem Nachbarland im April unterdurchschnittlich (plus 1,2 Prozent). Hohe Aufschläge gab es unter anderem bei Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (6,6 Prozent). Günstiger zu haben waren Butter (-25,4 Prozent), Olivenöl (-8,9 Prozent) sowie Kartoffeln (-14,4 Prozent) und Molkereiprodukte (-5,6 Prozent).

Auch Dienstleistungen teurer
Dienstleistungen kosteten in Deutschland im April 2,8 Prozent mehr. Besonders stark verteuerten sich jene sozialer Einrichtungen (+6,8 Prozent) und der Personenbeförderung (+6,2 Prozent). Pauschalreisen kosteten hingegen etwas weniger. Die Preise ohne Nahrungsmittel und Energie, auch als Kerninflation bezeichnet, stiegen um 2,3 Prozent.

Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts planen mehr Unternehmen, ihre Preise anzuheben. „Der Iran-Krieg hinterlässt seine Spuren in der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen geben die gestiegenen Energiekosten nun zunehmend an ihre Kunden weiter“, sagte Info-Konjunktur-Chef Timo Wollmershäuser. Bereits im März war die Inflation in Deutschland auf 2,7 Prozent nach oben geschnellt, nachdem sie im Februar noch bei 1,9 Prozent gelegen war.

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