Die Nebel um den Posten des künftigen ORF-Generaldirektors könnten sich bald lichten. Wie die „Krone“ erfahren hat, dürften die Würfel im Duell zwischen APA-CEO Clemens Pig und Krone-Hit-Geschäftsführer Philipp König gefallen sein ...
So sollen sich ÖVP und SPÖ bereits auf Pig verständigt haben. König dagegen soll aus dem Rennen sein. Der 51-jährige Pig gilt schon länger als Favorit, obwohl er vielen in der ÖVP als zu wenig parteinahe gilt. Angesichts der heftigen Debatte um eine ernsthafte Entpolitisierung des ORF könnte aber am Ende des Tages genau das für ihn gesprochen haben.
König dagegen gilt als Kurz-Mann. Der ausgewiesene Medien-Profi war einst im Kabinett von Sebastian Kurz. Es wird kolportiert, dass er unter Pig kaufmännischer Direktor werden könnte.
Gibt es am Ende einen lachenden Dritten?
Pig wollte eine mögliche Kandidatur, die Bewerbungsfrist läuft noch bis Ende Mai, auf Anfrage der „Krone“ nicht kommentieren. Es ist nicht auszuschließen, dass es am Ende einen lachenden Dritten gibt. Genannt wird etwa immer wieder ORF-NÖ-Landesdirektor Alexander Hofer.
Mehrere Insider betonen gegenüber der „Krone“, dass „das Gansl erst am Ende knusprig wird“. Ein angebliches Gespräch zwischen Kanzler Christian Stocker (ÖVP) und Medienminister Andreas Babler (SPÖ) diese Woche wird offiziell nicht bestätigt.
Gewählt wird am 11. Juni
Offizielle Bewerbungen sind beim Stiftungsrat, der die Wahl durchführt, noch keine eingetrudelt. Die Interessenten haben bis Ende Mai Zeit, gewählt wird dann am 11. Juni. Dass die Kür eines neuen ORF-Chef in diesem Eiltempo durchgepeitscht wird, sorgt für Kritik.
Auch die Wahl der neuen Landesdirektoren soll vorverlegt und bereits im Juli über die Bühne gebracht werden. Kritiker meinen, damit will die Politik noch vor dem für den Herbst angekündigten Reformkonvent die parteipolitischen Postenbesetzungen in trockene Tücher bringen.
Der schwarz-rote Postenschacher geht munter weiter.
FPÖ
Massive Kritik der FPÖ am aktuellen Vorgehen
Die FPÖ steigt bereits auf die Barrikaden: „Der schwarz-rote Postenschacher geht munter weiter. Man hat aus den Fehlern der Vergangenheit offenbar nichts gelernt, auch nicht aus der Verurteilung Wögingers. Der ORF droht somit weiterhin im parteipolitischen Würgegriff zu bleiben und daran zu ersticken. Die FPÖ hingegen fordert einen kompletten Neustart des ORF, eine völlige Neuaufstellung sowie die Abschaffung der Zwangsgebühren.“
Tatsächlich mehren sich auch in der Koalition die Stimmen für eine echte Entpolitisierung des ORF. Es könne kein „weiter wie bisher geben“, heißt es aus Regierungskreisen.
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