Über mangelndes Mitgefühl und Interesse kann ich mich bei meinem Fleischfasten wirklich nicht beschweren. Meinen Körper lässt die Sache vorerst aber leider auch eher kalt.
Zwei Wochen Fastenzeit: Zwei Wochen Enthaltsamkeit, voller Entbehrungen, Qualen und Momenten, an denen man sich die Sinnfrage stellt. „Man“ steht hier, wie so oft, für die anderen. „Und wie geht es dir so beim Fasten?“, höre ich immer wieder von Kollegen, Freunden und Familie.
Erstaunlich wenig Leiden
Doch bei mir läuft‘s eigentlich ziemlich entspannt – schließlich verzichte ich nur auf Fleisch. Wie es anderen ergeht, die sich gleich eine hartnäckige Sucht als Fastenziel ausgesucht haben, will ich mir erst gar nicht vorstellen. Außer ein paar Mal Tschentschen beim Lokalbesuch und ein paar sehnsuchtsvollen Blicken zur Fleischtheke im Supermarkt meines Vertrauens darf ich mich daher nicht wirklich groß beschweren.
Apropos schwer: Beim Gewicht tut sich ein bisschen was – knappe zweieinhalb Kilo weniger bringe ich mittlerweile auf die Waage. Aber keine Sorge, ich falle nicht vom Fleisch, das ist bei mir in der statistischen Schwankungsbreite. Weil ich mich aber auch mit Fitnesstracker, verschiedenen Apps und Blutdruckmessgerät zum gläsernen Menschen gemacht habe, bietet Fasten auch datentechnisch Interessantes.
Auch mein Körper nimmt‘s entspannt
Also zumindest theoretisch – irgendwie scheint mein Verzicht meinen Körper nicht sonderlich zu bewegen. Der Blutdruck ist zwar minimal gesunken (im Schnitt der letzten drei Tage liegt er bei 128/79), mein nächtlicher Ruhepuls liegt (wieder im Schnitt) konstant bei 57 Schlägen pro Minute. Einerseits schön, dass der Schock scheinbar nicht zu groß ist. Andererseits aber auch irgendwie fad …
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