Die „Krone“ fastet

Rauchfrei ohne großen Druck und Stigmatisierung

Kärnten
01.03.2026 12:00

Aufhören mit dem Rauchen heißt, Gewohnheiten ändern, Verlangen aushalten und Schritt für Schritt der Zigarette entsagen.

„Schwach“, schrieb ein „Krone“-Leser bezüglich meines Rückfalls. Eine Glanzstunde war es bestimmt nicht, doch zeugt das wirklich von Schwäche? Oder ist es nicht einfach nur authentisch? Das Verlangen ebbt eben nicht ab.

„Das nennt man Craving – es baut sich wie eine Welle auf, erreicht einen Höhepunkt und klingt meist nach zehn bis 15 Minuten wieder ab. Wer diese Zeit übersteht, erlebt etwas Entscheidendes: Selbstwirksamkeit“, weiß Gerhild Mödritscher, klinische Psychologin und Psychoonkologin im Klinikum Klagenfurt.

Plötzlich kommt eine Welle auf mich zu...
Gut, in Zukunft möchte ich nicht untergehen, sondern auf den Wellen cool dahin surfen. „Wir wollen nicht stigmatisieren oder verurteilen – jeder weiß, dass Rauchen schlecht ist. Jede nicht gerauchte Zigarette ist eine gute Zigarette!“, nimmt Mödritscher den Druck heraus und will wissen, welche Bedeutung Rauchen für mich habe: Entspannung!

„Wichtig ist, sich damit auseinanderzusetzen, welche Funktion das Rauchen hat und sich nach ...
„Wichtig ist, sich damit auseinanderzusetzen, welche Funktion das Rauchen hat und sich nach dementsprechenden Alternativen umsieht“, so Gerhild Mödritscher, Psychologin.(Bild: Christian Krall)

„Beim Rauchstopp ist es wichtig, kurzfristige Strategien gegen das akute Verlangen und langfristige Alternativen zu entwickeln.“ Im Gespräch mit Mödritscher trinke ich Kaffee – die Welle rollt auf mich zu.

Es gibt nur individuelle Methoden
„Ein intensiver innerer Drang fühlt sich oft bedrohlich an, ist aber in der Regel nicht gefährlich und nur vorübergehend. Entscheidend ist, ihm nicht impulsiv zu folgen, sondern dem Gehirn Zeit zu geben, sich zu regulieren. Ein Glas Wasser trinken, die Atmung verlangsamen, gezielt Gegenstände im Raum wahrnehmen oder den Körper kurz aktivieren – das verschiebt die Aktivität in andere Hirnareale und reduziert die emotionale Übersteuerung. So wird aus einem überwältigenden Moment eine steuerbare Situation.“ Es gibt also keine richtige Methode, sondern nur eine individuelle.

Und mein Rückfall? „Das kann passieren. Wichtig ist, dass man den Fokus auf dem behält, was man schon geschafft hat.“ Somit gehe ich positiv in die nächsten Tage – ohne Druck und mit einer Portion Zuversicht. 

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