Turbulente Umfragen

Ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen für Regierung

Innenpolitik
01.03.2026 19:03

Die erste Dreier-Regierung Österreichs hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich – nicht nur angesichts der nationalen und internationalen politischen Turbulenzen. Auch in den Umfragen geht es rund. Die „Krone“ hat den Verlauf der Werte aller Parteien im vergangenen Jahr analysiert.

Die Ausgangslage bei der Nationalratswahl am 29. September 2024: 28,9 Prozent für die FPÖ von Herbert Kickl, ein Plus von 12,7 Prozentpunkten! Die ÖVP verlor mit 11,2 fast genau so viel und landete mit 26,3 Prozent auf dem zweiten Platz. Die SPÖ hielt mit 21,1 Prozent ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis aus dem Jahr 2019. Die NEOS verbuchten einen Prozentpunkt plus und kamen auf 9,1 Prozent. Die Grünen ließen nach der Regierungsbeteiligung ordentlich Federn: 5,7 Prozentpunkte minus und ein einstelliges Ergebnis von 8,2 Prozent.

Dreier-Regierung hat keine Mehrheit in den Umfragen
Die jüngste Umfrage vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag der „Krone“ zeigt bei allen drei Regierungsparteien ein Minus und bei der FPÖ im Gegenzug ein dickes Plus. Am meisten zurückgefallen ist die ÖVP mit minus 4,3 Prozentpunkten und nur mehr 22 Prozent, gefolgt von der SPÖ mit minus 3,1 Prozentpunkten und 18 Prozent. Die NEOS konnten mit einem Miniminus von 0,1 Prozentpunkten ihre neun Prozent halten. Damit hat die Koalition mit 49 Prozent knapp keine Mehrheit mehr.

FPÖ-Chef Kickl träumt noch immer vom Kanzleramt.
FPÖ-Chef Kickl träumt noch immer vom Kanzleramt.(Bild: Imre Antal)

Koalition seit Anfang September 2025 unter der 50-Prozent-Marke
Diese Mehrheit verloren die Regierungsparteien allerdings schon ein halbes Jahr nach der Angelobung. Seit Anfang September 2025 liegt der Wert im APA-Wahltrend konstant unter der 50-Prozent-Marke. Den Tiefststand verzeichneten ÖVP, SPÖ und NEOS kurz vor Weihnachten mit 45,9 Prozent. Somit bewegten sich die Umfragewerte der Regierung im ersten Jahr der schwarz-rot-pinken Zusammenarbeit innerhalb einer Spanne von acht Prozentpunkten.

FPÖ zwar nicht auf höchstem Wert, aber ...
Das Minus der Regierung geht aus das Konto der FPÖ, die aktuell nach einem Plus von 6,3 Prozentpunkten einen Wert von 35 Prozent erreichen würde. Die FPÖ hatte zwischendurch sogar noch höhere Werte, und zwar rund um den Beginn der Regierungsverhandlungen mit der ÖVP. Nach dem Scheitern der ersten Verhandlungen von ÖVP, SPÖ und NEOS noch unter ÖVP-Chef und Kanzler Karl Nehammer lag die Kickl-FPÖ bei 38 Prozent. Die ÖVP hatte gleichzeitig mit 18, 5 Prozent damals den niedrigsten Wert.

(Bild: Krone KREATIV)

Den Höhepunkt erlebte SPÖ und NEOS ähnlich wie die FPÖ am Beginn der zweiten Verhandlungsrunde mit der ÖVP Anfang/Mitte Februar 2025. Die Blauen hatten in dieser Zeit wiederum ihren Tiefpunkt mit unter 33 Prozent. 

Grüne überholten die NEOS
Profitieren konnten im ersten Regierungsjahr der Dreier-Koalition auch Grüne und KPÖ. Landeten die Grünen bei der Wahl 2024 noch mit 8,2 Prozent auf dem fünften Platz, überholten sie über den Sommer unter der frisch gekürten Bundessprecherin Leonore Gewessler die NEOS und kommen derzeit in den Umfragen auf elf Prozent.

Die KPÖ näherte sich unterdessen in den Umfragen der für den Einzug in den Nationalrat notwendigen Vier-Prozent-Marke an. Mit vier Prozent übertreffen die Kommunisten derzeit ihr Wahlergebnis um 1,6 Prozentpunkte.

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