„Begann zu weinen“

Mitbewohner: Mutmaßlicher Kirk-Killer bereute Tat

Ausland
09.07.2026 22:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der nach dem tödlichen Angriff auf den rechten US-Aktivisten Charlie Kirk angeklagte Tatverdächtige Tyler Robinson habe die Tat bereut. Das sagte zuletzt der Mitbewohner des mutmaßlichen Killers aus. Er habe geweint und gesagt „er wünschte, er hätte es nicht getan.“

In einer Videoaufnahme, die vor Gericht in Provo im US-Staat Utah gezeigt wurde, gab der Mitbewohner des Angeklagten Details zu dessen angeblichem Verhalten nach der Tat bekannt. 

Mutmaßlichem Mörder droht die Todesstrafe
Robinson muss sich derzeit in einer Vorverhandlung verantworten, in der die Beweislage geprüft wird. Ziel ist es festzustellen, ob es einen hinreichenden Verdacht für die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den 23-Jährigen gibt. Tyler Robinson ist unter anderem wegen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe.

Ende 2025 erschien der Angeklagte erstmals persönlich vor Gericht.
Ende 2025 erschien der Angeklagte erstmals persönlich vor Gericht.(Bild: AP/Rick Egan)

„Begann zu weinen“
Der Mitbewohner sagte nun aus, er habe Robinson am 11. September 2025 im gemeinsamen Zuhause angetroffen. Robinson sei in der Wohnung „viel herumgelaufen“. Er begann laut Gerichtsaussage des Mitbewohners zu weinen, „und er sagte, er wünschte, er hätte es nicht getan“. Dann sei er weiter herumgelaufen und „hat einfach Sachen gemacht – ich glaube, um sich abzulenken“.

Im Detail habe der Tatverdächtige nicht über die Tat gesprochen. Er habe allerdings bestätigt, dass seine Aussagen vom Vorabend wahr seien. Am Vorabend hatten Robinson und sein Mitbewohner sich in Textnachrichten über die Tat ausgetauscht.

Mitbewohner: Robinson hatte Kirks „Hass“ satt
In der Anhörung wurden auch jene Chatnachrichten gezeigt, die Robinson und sein Mitbewohner nach der Tat ausgetauscht hatten. In einer Nachricht fragte dieser etwa, warum Robinson „es getan“ habe. Dieser antwortete: „Ich hatte genug von seinem Hass. Manchen Hass kann man nicht wegverhandeln.“

Kirk galt als umstrittene Persönlichkeit
Kirk war am 10. September 2025 erschossen worden, als er auf einem Uni-Campus im US-Staat Utah im Freien gesprochen hatte. Kirk machte sich als Verfechter der Meinungsfreiheit einen Namen. Mit seiner Organisation Turning Point USA besuchte er Hochschulen und forderte Studierende – vor allem solche mit anderer politischer Haltung – zur Debatte heraus. Kritiker warfen ihm rassistische, homophobe, transfeindliche und sexistische Ansichten vor. Kirk unterstützte US-Präsident Donald Trump in dessen Wahlkampf und war ein einflussreicher Vertreter von dessen Bewegung „Make America Great Again“ (MAGA).

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