Sommerferien in ganz Österreich! Die alljährliche Diskussion, ob nicht auch sechs Wochen reichen, findet dieses Jahr interessanterweise kaum statt. Und auch wenn sich jetzt viele wundern oder sogar ärgern: Auch ich halte neun Wochen Sommerferien für eine zu lange Pause. Dies stellt Familien, in denen beide Elternteile arbeiten, vor große Probleme.
Fehlt das Ferienkonzept Großeltern, sieht es in vielen Bundesländern nämlich schlecht mit der Betreuung aus. Meine Schüler, deren Mütter zu Hause sind, finden nach den langen Ferien auch nur schwer in den Schulrhythmus zurück. Sie benötigen einige Wochen, bis ihre Deutschkenntnisse wieder auf dem Stand des vergangenen Juni sind.
Was mittlerweile allerdings klar ist: Hitzewellen werden sich in den nächsten Jahren häufen, speziell zwischen Juni und August. Kürzere Sommerferien bedeuten demnach längeres Schwitzen in viel zu heißen Schulgebäuden. Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Übelkeit bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu. Viele kommen nämlich aus überhitzten Wohnungen direkt in ein überhitztes Klassenzimmer.
Wann beginnen wir also, unsere Schulen klimafit zu machen? Egal, ob neun oder sechs Wochen Sommerferien: Österreich muss Zeit und Geld in die Sanierung und Umbauten von Schulgebäuden stecken. Passiert dies nicht, laufen wir Gefahr, schon bald über eine Verlängerung anstatt Verkürzung der Sommerferien zu diskutieren. Für mich wäre das die schlechteste aller Lösungen.
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