Graz hat eine neue Infrastruktur! Wenn Sie jetzt an ein Stadion denken, werden Sie zwar enttäuscht. Allerdings nahmen ehemalige Bundesliga-Spieler das „Heft“ selbst in die Hand und eröffneten eine neue Indoorhalle. Bei der Eröffnung fehlte quasi nur der „rote Teppich“.
Eine ehemalige Logistikhalle der AVL in der Alten Poststraße in Graz verwandelte sich am Donnerstagabend in das Who is Who der österreichischen Fußball-Prominenz. Zur feierlichen Eröffnung der neuen Fußball-Indoorhalle „Yard 376“ – übersetzt aus dem Englischen würde es Hinterhof 376 heißen – mutierte der Kunstrasen-Komplex zum Hotspot.
Markus Schopp, Samir Muratovic, Gerald Strafner, Joki Standfest, Roman Kienast, Ferdl Feldhofer, Altmeister Zeljko Vukovic, Gernot Sick, Patrick Wolf, Enrico Kulovits – zahlreiche ehemalige Bundesliga-Stars und Meisterspieler beehrten die Urheber von Yard 376 rund um die Ex-Sturm-Helden Jakob Jantscher und Christian Gratzei, der die Idee geboren hatte.
Sehen Sie hier die besten Bilder der Eröffnung von „Yard 376“:
„Die Idee hatte ich schon länger, Gott sei Dank haben sich ein paar coole Kumpel von mir gefunden, mit denen wir der Idee Leben einhauchen haben können“, so der ehemalige Teamgoalie, der gestern selbst mitansehen durfte, wie seine Idee, eine Lager- in eine Fußballhalle zu verwandeln, funktionierte. Auf drei Kunstrasenplätzen wuselte es vor Kindern, bei Tischtennis oder im Loungebereich konnte man es entspannt angehen – oder im Skills-Cube an seiner Technik feilen.
Padel zum Ausgleich
„Wir haben damals halt auf schrägen Wiesen oder auf irgendwelchen Feldern gespielt“, lachte GAK-Coach Ferdl Feldhofer. „War egal, ich war sowieso eher im Rutschen daheim“, so der rote Feldherr, der selber lieber nicht kickte. „Dann tut’s sehr lange sehr weh.“
„Hier wird man mich das ein oder andere Mal sehen“, meinte Markus Schopp. „Es laufen ja immer wieder Talente herum, vielleicht findet sich jemand, den man in die Bundesliga bringen kann.“ Auch Schopp verweigerte übrigens den Einsatz – hatte aber ein Auge auf die benachbarten Padel-Plätze, wo es am Abend für ein paar erlesene Kicker noch ein Spiel gegen den Padel-Staatsmeister gab. Am „Hinterhof“ ist wirklich was los.
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