Nach Militärputsch

Thailand legt Online-Netzwerke an die kurze Leine

Web
28.05.2014 12:45
Das thailändische Telekommunikationsministerium hat am Mittwoch vorübergehend Facebook gesperrt und Gespräche mit Vertretern weiterer Online-Netzwerke wie Twitter und Instagram angekündigt. Es sei notwendig, die Netzwerke zur Zusammenarbeit aufzurufen, um die Verbreitung kritischer Äußerungen über die Machtübernahme der Militärs zu verhindern, sagte ein Ministeriumssprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

"Es gibt im Moment eine Kampagne, in der das Volk zu Protesten gegen die Armee aufgerufen wird", sagte er. Zeitungen und der Rundfunk waren bereits aufgefordert worden, eine kritische Berichterstattung über die Machtübernahme am 22. Mai zu unterlassen.

Ein Armeesprecher erklärte, es gebe keinen Befehl zur Sperrung von Facebook. Laut Reuters sei das soziale Netzwerk inzwischen wieder erreichbar.

Das Militär hatte seinen Putsch mit der Zuspitzung des Machtkampfs zwischen Regierungsanhängern und Gegnern begründet. Es setzte die Verfassung außer Kraft, löste den Senat und verhängte eine Ausgangssperre.

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