Nach der Festnahme von Ex-Prinz Andrew am Donnerstagmorgen in Sandringham hat sich nun auch König Charles zu Wort gemeldet. Wie es zudem heißt, war der Monarch im Vorfeld nicht über die Pläne der Polizei informiert worden.
Die BBC veröffentlichte Donnerstagmittag die Erklärung des britischen Monarchen zur Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor. „Mit tiefster Besorgnis habe ich die Nachricht über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht des Amtsmissbrauchs vernommen“, hieß es demnach in dem Statement.
„Volle Unterstützung“ für Polizei
„Nun folgt das vollständige, faire und ordnungsgemäße Verfahren, in dem diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden sachgerecht untersucht wird. Dabei erhalten diese, wie ich bereits sagte, unsere volle Unterstützung und Zusammenarbeit“, hieß es darin weiter.
„Ich möchte klarstellen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen“, erklärte Charles zudem. „Während dieses Verfahren noch läuft, wäre es mir nicht angebracht, mich weiter dazu zu äußern. In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich weiterhin unsere Pflichten erfüllen und Ihnen allen dienen.“ Gezeichnet wurde das Statement mit Charles R.
Unterstützung von William und Kate
Laut Informationen von BBC unterstützen Prinz William und Prinzessin Kate die Erklärung von König Charles. Außerdem hieß es, weder König Charles noch der Buckingham-Palast seien im Vorfeld über die Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor unterrichtet worden.
Schon zuvor hatte der König aber angekündigt, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen seinen jüngeren Bruder zu unterstützen. Der König habe seine tiefe Besorgnis über die Vorwürfe hinsichtlich des Verhaltens seines Bruders bereits durch Worte und ein beispielloses Vorgehen deutlich gemacht, sagte ein Sprecher des Palastes vergangene Woche einer Mitteilung zufolge.
Mögliche Weitergabe vertraulicher Berichte
Andrew Mountbatten-Windsor war durch die jüngste Veröffentlichung neuer Akten zu dem weltumspannenden Skandal noch stärker unter Druck geraten. Neben der Festnahme des 66-Jährigen, der am Donnerstag auch Geburtstag hat, gab die Polizei am Donnerstag auch die Durchsuchung von zwei Grundstücken in England bekannt.
Der Straftatbestand des „misconduct in public office“ bezieht sich im britischen Recht auf Amtsträger, die ihre öffentliche Stellung vorsätzlich missbrauchen oder vernachlässigen. Bei den Ermittlungen geht es um Hinweise, dass Andrew in seiner Zeit als britischer Handelsgesandter möglicherweise vertrauliche Berichte an Epstein weitergab.
Titel entzogen
König Charles III. hatte seinem Bruder wegen des Epstein-Skandals bereits Ende vergangenen Jahres alle Titel und Ehren entzogen, nachdem posthum die Memoiren des Epstein-Opfers Virginia Giuffre erschienen waren. Giuffre hatte darin detailliert ihren Vorwurf erneuert, der damalige Prinz Andrew habe Sex mit ihr gehabt, als sie erst 17 Jahre alt war.
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