„Abschreckung“
Deutsche schicken 100 Militärsatelliten ins All
Deutschland will seine „Abschreckungsposition im Weltraum verbessern“ plant ein militärisches Netz mit mehr als 100 Satelliten. Geplant sind dem Vernehmen nach Investitionen in Spionagesatelliten, Weltraumgleiter und Laserwaffen.
Das Vorhaben ist Teil des 35 Milliarden Euro schweren Rüstungsprogramms, mit dem Deutschland auf wachsende Bedrohungen durch Russland und China im Weltraum reagieren will, wie der Befehlshaber des Weltraumkommandos der Bundeswehr, Generalmajor Michael Traut, in einem Dienstag veröffentlichten Reuters-Interview sagte. Anlass für die Pläne sei das seit der russischen Invasion der Ukraine deutlich umkämpftere Umfeld im Weltraum.
„Weltraum zu einem Kriegsschauplatz geworden“
„Wir müssen unsere Abschreckungsposition im Weltraum verbessern, da der Weltraum zu einem Operations- oder sogar Kriegsschauplatz geworden ist“, erklärte Traut am Rande eines Kongresses in Singapur. Das als „Satcom Stufe 4“ bezeichnete Netzwerk solle dem Modell der US-Behörde für Weltraumentwicklung folgen, die Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn zur Kommunikation und Raketenverfolgung einsetzt.

Europäische Alternative zu Starlink geplant
Traut betonte, Deutschland werde keine zerstörerischen Waffen im Orbit stationieren, die Weltraumschrott erzeugen könnten. Man suche Alternativen: „Es gibt eine breite Palette möglicher Wirkungen im elektromagnetischen Spektrum, im optischen Bereich, im Laser-Spektrum und sogar einige aktive physische Maßnahmen wie Inspektorsatelliten.“ Russland und China hätten solche bereits im Einsatz.
Zudem arbeiten die drei größten europäischen Raumfahrtunternehmen – Airbus, Thales und Leonardo – daran, eine europäische Alternative zum Satellitenkommunikationsdienst Starlink von Elon Musk aufzubauen.









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