Tagsüber ist es rot
Seltenes Spektakel: Meer leuchtet plötzlich blau
Wie aus einer anderen Welt: Vor Japans Küste sorgten vor einigen Tagen blau leuchtende Wellen für Staunen. Ausgelöst wurde das spektakuläre Naturschauspiel von einem Phänomen, das dort zuletzt vor vier Jahren beobachtet wurde.
Fast unwirklich schaute das Meer in der Nacht auf den 22. Mai vor der japanischen Präfektur Aichi aus: Vor der Küste von Gamagori leuchteten die Wellen in Blau und verwandelten die ganze Küste in eine fast märchenhafte Kulisse. Tagsüber war von dem blauen Leuchten allerdings nichts mehr zu sehen, stattdessen war das Meer in Rot getaucht.
Hinter dem spektaluären Naturschauspiel stecken sogenannte Meeresleuchttierchen (Noctiluca scintillans). Das sind Einzeller, die sich vor allen von Plankton ernähren. Vermehren sich die Meeresleuchttierchen ungehemmt, kommt es zur sogenannten Algenblüte, wie das Magazin „Geo“ schreibt. Bei Tag sind die großen Mengen der Einzeller dann als grüne oder rote Schicht an der Wasseroberfläche zu sehen.
In der Nacht verändert sich das Bild: Im Dunkeln leuchten die Meeresleuchttierchen, wenn sie von Wellen herumgewirbelt werden. Die Einzeller betreiben damit Selbstschutz: Sie wollen Fische und andere Fressfeinde irritieren. Das Leuchten erzeugen die Einzeller übrigens selbst, indem sie chemische Energie in Licht umwandeln.
Vier Jahre Warten
Mehrere Jahre mussten Anrainer und Besucher der Region warten, bis sich das blaue Leuchten wieder zeigte. Eine vergleichbare Algenblüte wurde zuletzt vor vier Jahren beobachtet. Blauleuchtende Wellen gibt es übrigens nicht nur in Japan, auch an anderen Küsten sind die Lichter der Meeresleuchttierchen immer wieder zu sehen.









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