18-Jähriger verstarb

Todessturz im Bikepark: „Es war schon spät“

Salzburg
26.05.2026 08:00

Ein 18 Jahre junger Deutscher verunglückte am Pfingstwochenende auf einer Downhill-Strecke in Leogang tödlich. Der Biker war laut Betreiber nach Betriebsschluss noch im Zielbereich unterwegs und nur unzureichend ausgerüstet. 

Es war am Pfingstsonntag schon spät: Gegen 19.30 Uhr kurvte der 18-jährige Deutsche noch im Bikepark auf einer Downhill-Strecke im Zielbereich Richtung Tal. Auch sein Vater soll ihn bei der Abfahrt begleitet haben. Dann passierte der Sturz mit tödlichen Folgen. War es eine Unachtsamkeit? Warum kam es dazu? Details zum genauen Unfallhergang sind nicht bekannt. Zweitbeteiligte gab es nicht. Die Rettungskette soll laut Polizei von vorbeikommenden Mountainbikern in Gang gesetzt worden sein.

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Unser Mitgefühl gilt jetzt der Familie. 

Kornel Grundner, Bikepark Leogang

„Unsere Bike-Rettung war noch da und hat die Erste Hilfe übernommen“, schildert Geschäftsführer Kornel Grundner die ersten Minuten nach dem tragischen Unfall. Der Schwerverletzte aus Unterfranken in Bayern wurde dann auch noch ins Unfallkrankenhaus nach Salzburg geflogen. Dort erlag er noch am Sonntag aber seinen schweren Verletzungen.

Der Bikepark bietet insgesamt 15 Trail-Strecken an. Ein junger Deutscher verunglückte am ...
Der Bikepark bietet insgesamt 15 Trail-Strecken an. Ein junger Deutscher verunglückte am Pfingstsonntag tödlich.(Bild: Hannes Wallner)

„Unser Mitgefühl ist in der schweren Stunde bei der Familie“, so Grundner. Der Betreiber betont aber, dass der Unfall bereits außerhalb der Betriebszeiten passiert ist. Geöffnet ist der Bikepark täglich bis 16.30 Uhr.

Kritikpunkt ist mangelhafte Ausrüstung
Der Deutsche trug zum Zeitpunkt des Sturzes zwar einen Helm. Insgesamt soll seine Ausrüstung aber nicht ausreichend gewesen sein. „Wir appellieren immer wieder, dass die richtige Ausrüstung bei Sportarten, bei denen hohe Geschwindigkeiten im Spiel sind, entscheidend ist“, warnt Grundner und ergänzt: „Alle Strecken werden laufend überprüft.“

Die Saison startete Anfang Mai, zuerst aufgrund des schlechten Wetters durchwachsen. Die Unfallzahlen lagen unter den Vorjahren. Biker seien nach der Winterpause noch besonders vorsichtig, heißt es in der Szene. Am Pfingstwochenende herrschte aufgrund der guten Wetterlage erstmals Hochbetrieb im Park mit insgesamt 15 Trails und rund 100.000 Bikern pro Saison.

Zwei Tote im Bikepark Leogang vor einem Jahr
Erst im Vorjahr wurde das 25-Jahr-Jubiläum im Leoganger Bikepark von zwei Todesfällen überschattet. „Für uns ist das eine schwarze Stunde“, betont Grundner damals. Im Juni stürzte ein 54-jähriger Schweizer nach einer Rampe schwer, prallte mit dem Kopf zu Boden und verstarb. Nur kurz darauf geriet ein 33-jähriger Lette bei einem Sprung in Schieflage. Auch für ihn kam nach einem Sturz jede Hilfe zu spät. Beide Unfälle passierten am Berg.

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