Es war der einzige erfolgreiche Mordanschlag auf einen führenden NS-Funktionär: das Attentat auf Reinhard Heydrich am 27. Mai 1942 in Prag. Mutige Agenten, ein Nazi-Schlächter ohne Skrupel, Verrat in den eigenen Reihen, ein blutiger Showdown in einer Kirche – die Geschichte der „Operation Anthropoid“ klingt wie direkt einem Hollywood-Film entsprungen. Die „Krone“ war auf Spurensuche in der tschechischen Hauptstadt.
27. Mai 1942 kurz nach halb zehn Uhr am Vormittag. Der Ort für den Anschlag ist ideal gewählt, eine Haarnadelkurve im Stadtteil Liben. Der in Richtung Prager Burg fahrende Mercedes-Benz Cabrio Typ 320 mit dem hohen NS-Würdenträger an Bord muss stark abbremsen, um rechts abzubiegen. Für die in der Nähe der örtlichen Straßenbahnhaltestelle verharrenden Exil-Soldaten Jozef Gabcik und Jan Kubis ist dies das Signal zum Zuschlagen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.