Der Autor Gary Turk, der bisher vor allem Musikvideos drehte, erzählt in dem knapp fünf minütigen Video zu "Look Up" von einer Liebesgeschichte, die es nicht gegeben hätte, wenn zwei Menschen auf ihre Handybildschirme gestarrt hätten.
"Ich habe 422 Freunde, aber ich bin einsam", beginnt Turk seinen Begleittext. Er kritisiert in Reimen unter anderem, dass der Blick auf die Displays soziale Kontakte ersetzt habe und die Kinder nicht mehr wie früher draußen spielten. "Wir sind eine Generation von Idioten, mit smarten Telefonen und dummen Leuten", lautet sein Fazit.
Das Video trifft offenbar einen Nerv und polarisiert Internetnutzer. Die einen loben die Botschaft als tiefgründigen Aufruf, ein "echtes" Leben zu leben. Andere kritisieren den Kurzfilm als überdramatisiert und scheinheilig. Ironischerweise verbreitet sich das Video über die gleichen Kanäle, gegen die Turk in ihm wettert.
Und mit der eingeblendeten Werbung könnte der Filmemacher auch finanziell von dem Erfolg seines sozialkritischen Protestfilms profitieren. Auch wenn es keine feste Berechnungsgrundlage gibt, werden die knapp zwölf Millionen YouTube-Klicks Turk vermutlich einige zehntausend Dollar an Werbeeinnahmen eingebracht haben.
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