„Wütend und hilflos“
Die Autorin, die es mit dem Tech-Riesen aufnahm
Ihre Bücher sind verwendet worden, um KI-Chatbots zu trainieren – das konnte die US-amerikanische Autorin Andrea Bartz nicht auf sich sitzen lassen. Sie ging mit dem Fall vor Gericht. Jetzt steht ihr Name für den größten Urheberrechtsvergleich der Geschichte – das hatte einen hohen Preis für die Autorin.
Als Andrea Bartz davon hörte, dass Chatbots den Schreibstil von Autoren nachahmen können, wurde sie neugierig und probierte es aus. Prompt spuckte die KI einen Text aus, der genauso klang wie sie selbst. Nach einigen Nachforschungen wurde klar: Ihre Bücher wurde illegalerweise heruntergeladen und zum Training der AI verwendet.
„Wurde beklaut“
Die Autorin fühlte sich hilflos und wütend. Ihre Bücher, an denen sie jahrelang gearbeitet hatte, wurden ihr „geklaut“. Sie fühlte sich, als hätte man „ihre Stimme gestohlen“. Das konnte und wollte die Amerikanerin nicht auf sich sitzen lassen – Gemeinsam mit anderen Autoren startete sie eine Sammelklage gegen den KI-Riesen Anthropic, wie die „New York Times“ schreibt.
Sieg hatte persönliche Folgen für die Autorin
Das Gericht bestätigte, dass Anthropic illegal eine halbe Million Bücher heruntergeladen hatte. Schlussendlich zahlte das Tech-Unternehmen 3.000 Dollar pro Werk – insgesamt 1,5 Milliarden Dollar. Die Kläger und Klägerinnen selbst konnten dabei eine „Serviceprämie“ von bis zu 50.000 Dollar erhalten – zusätzlich zu den 3.000 Dollar pro Buch. Es war ein Sieg in dem Fall – doch der Preis, den Bartz dafür zahlte, war hoch.
Bartz hatte keine ruhige Minute mehr
Monatelang wurde sie von Anwälten verhört, ihre Verträge und Mails durchleuchtet. Statt an ihrem sechsten Roman weiterzuarbeiten, verbrachte Bartz Nächte mit juristischen Dokumenten. Vielleicht, sagt sie im „NYT“-Interview, würde sie eines Tages auch diesen Kampf literarisch verarbeiten: „Dieser Fall hat einen großen emotionalen Abdruck bei mir hinterlassen.“









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