17.12.2013 14:10 |

LTE-Auktion

Keine Aufschiebung: Mobilfunker müssen zahlen

Am Ende hat es nichts geholfen: Mit dem heutigen Dienstag müssen die drei Mobilfunknetzbetreiber A1, T-Mobile und Drei jene zwei Milliarden Euro an den Bund überweisen, um die sie im Oktober bei der sogenannten LTE-Auktion Funkfrequenzen ersteigert haben. Nach Drei hat nun auch T-Mobile vom Verwaltungsgerichtshof beschieden bekommen, dass es für die Zahlung keine aufschiebende Wirkung gibt. Marktführer A1 hatte auf eine Beschwerde verzichtet.
Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Die Netzbetreiber fühlen sich von der Regulierungsbehörde RTR über den Tisch gezogen. Die Behörde habe das Auktionsdesign so komplex gewählt, dass die Anbieter sich gegenseitig astronomisch hochbieten mussten, um nicht leer auszugehen - und somit in den nächsten Jahren mangels breitbandiger Frequenzen vom Markt zu verschwinden.

Die RTR wiederum vertritt die Meinung, dass es jedem Unternehmen freigestanden habe, so viel zu bieten, wie ihnen das Paket wert war. A1 muss rund eine Milliarde zahlen, T-Mobile 654 Millionen Euro und Drei 330 Millionen Euro. A1 hat dazu auf liquide Mittel zurückgegriffen und obendrein 750 Millionen Euro mittels einer Anleihe vom Kapitalmarkt geholt.

Weitere Verfahren beim Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof sind anhängig. Offen ist auch, ob die Netzbetreiber von den zwei Milliarden noch etwas zurückbekommen. Ursprünglich war vom Infrastrukturministerium eine Breitband-Förderung über eine Milliarde Euro angedacht gewesen, von der ist im neuen Regierungsprogramm jedoch nichts mehr zu lesen.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 24. Jänner 2022
Wetter Symbol