13.12.2013 16:49 |

Abwehrprogramm

Fieber heizt den Viren ein

Dringen Krankheitserreger in den Körper ein, werden sofort alle Abwehrmechanismen auf den Plan gerufen. Dazu gehört auch die Erhöhung der Temperatur, die man deshalb auch nicht sofort mit Medikamenten senken sollte.
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Fieberauslösende Stoffe, sogenannte Pyrogene, verursachen eine Erhöhung der Körpertemperatur. Sie werden entweder von Krankheitserregern produziert oder von eigenen Zellen selbst ausgeschüttet. Die Blutgefäße verengen sich. Das hat den Effekt, dass die Körperwärme nicht so stark nach außen abgegeben wird. Jetzt arbeitet das Abwehrprogramm auf Hochtouren.

Das Fieber regt die Produktion von Antikörpern an, welche die "Eindringlinge" unschädlich machen. Während dieser Phase sollte sich der Kranke so gut wie möglich schonen. Damit der Organismus nicht überhitzt – das würde möglicherweise die Zellen schädigen –, fängt man irgendwann an zu schwitzen. Ist nämlich eine bestimmte Temperatur erreicht, meldet das Gehirn: "Blutgefäße weiten!", so kann die Wärme wieder nach außen abgegeben werden. Dabei entsteht Verdunstungskälte.

Ausreichend trinken!
Wichtig! Durch Schwitzen geht viel Flüssigkeit verloren. Deshalb ausreichend trinken, um diese wieder zuzuführen. Meist sinkt die Temperatur auch von alleine wieder, wenn die Viren unschädlich gemacht wurden. Da zusätzlich meist starke Kopf- und Gliederschmerzen auftreten, sollte man am besten einige Tage im Bett bleiben.

Fieber ist zwar unangenehm und anstrengend, aber eine geniale Einrichtung des Körpers, und meist ist der Spuk nach einer Woche wieder vorbei. Anders natürlich bei der echten Grippe: Hier tritt plötzlich sehr hohes Fieber mit starkem Krankheitsgefühl auf. Besonders Kinder und ältere Menschen sollten so rasch wie möglich ein Arzt konsultieren, da es zu lebensgefährlichen Komplikationen wie z.B. Gehirn- sowie Herzmuskelentzündungen kommen kann! Den wichtigsten Schutz bietet die Grippeimpfung.

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