Zustrom ungebrochen

Hunderte Migranten vor Kreta aus Seenot gerettet

Ausland
26.08.2026 11:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Migranten strömen weiterhin auf die griechische Insel Kreta: Vor der Südküste sind in den frühen Morgenstunden 218 Flüchtlinge auf See entdeckt und in Sicherheit gebracht worden. Damit wurden innerhalb von zwei Tagen mehr als 300 Menschen vor der Insel gerettet.

Ein unbemanntes Flugzeug der EU-Grenzschutzagentur Frontex entdeckte zunächst zwei Boote mit insgesamt rund 140 Menschen an Bord etwa 15 Seemeilen (28 Kilometer) südwestlich der Hafenstadt Ierapetra. Die Migranten wurden von einem Tanker und einem Patrouillenboot der griechischen Küstenwache aufgenommen und in Sicherheit gebracht.

Ein drittes Boot mit 77 Menschen wurde zudem rund 50 Seemeilen (93 Kilometer) südlich von Ierapetra entdeckt. Ein vorbeifahrendes Frachtschiff nahm die Migranten an Bord und brachte sie nach Ierapetra.

Bereits am Vortag waren vor der Südküste Kretas und der nahe gelegenen Insel Gavdos 84 Migranten bei mehreren Einsätzen gerettet worden.

Kreta als wichtiger Anlaufpunkt
Kreta und Gavdos sind wichtige Anlaufpunkte für Migranten, die von Nordafrika aus ins EU-Land Griechenland gelangen wollen. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kamen seit Jahresbeginn bis Mitte August mehr als 11.500 Migranten auf Kreta an.

Die Boote starten nach Angaben der griechischen Behörden und von Geretteten meist aus der Region rund um die libysche Hafenstadt Tobruk. Die Route gilt als gefährlich. Der griechische Migrationsminister Thanos Plevris hatte zuletzt erklärt, dass in Libyen mehr als eine halbe Million Menschen auf eine Überfahrt nach Europa warteten.

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