Die Steirer wählen schon wieder – 800.000 Landsleute, alle außer die Grazer, entscheiden heute über die Politik in ihren Gemeinden. Die ÖVP hofft, nicht zu viel zu verlieren, die SPÖ, ihre Städte zu verteidigen und die FPÖ, wieder Rathäuser zu erobern.
Es ist für einen Gutteil der Steirer die vierte große Wahl in einem Dreivierteljahr: EU, Nationalrat, Landtag und heute 284 Gemeinden.
Die Volkspartei, bei den jüngsten drei Wahlgängen seit Juni 2024 schwer abgestraft, hofft, weiterhin DIE Bürgermeisterpartei zu bleiben – seit den letzten Gemeinderatswahlen vor fünf Jahren stellt sie 199 Bürgermeister. Spannend wird es in einigen als „knapp“ geltenden Gemeinden. Und spannend wird, ob es der ÖVP gelingt, ihre Stimmenverluste in überschaubarem Rahmen zu halten. Man wird den Vergleich mit Niederösterreich bemühen: Dort verlor die ÖVP vor acht Wochen bei den Gemeinderatswahlen knapp sechs Prozent – weniger, als zuvor erwartet.
Die SPÖ, die derzeit in 73 steirischen Gemeinden regiert, hofft, ihre Vormachtstellung in den größeren Städten halten zu können.
Die FPÖ, die derzeit keinen einzigen Bürgermeister stellt, aber mittlerweile zur Landeshauptmannpartei aufgestiegen ist, rechnet mit kräftigen Zugewinnen und spekuliert mit der Eroberung einiger Bürgermeistersessel.
Da es – im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern – in der Steiermark keine Bürgermeister-Direktwahlen durch die Bürger gibt, müssen in Gemeinden ohne absolute Mehrheiten Koalitionen gebildet werden. Polit-Professor Peter Filzmaier schreibt dazu heute in der „Krone“: „Und hier wird sich zeigen, ob Landeshauptmann Mario Kunasek und seine Mitstreiter wirklich können, was Herbert Kickl nicht kann: Man muss fähig sein, Koalitionspartner zu finden und Allianzen zu schmieden.“
Die „Steirerkrone“ berichtet heute den ganzen Tag über auf krone.at über die Gemeinderatswahlen und morgen, Montag, umfassend auf 32 Seiten in einem Wahl-Extra.
Einen schönen Sonntag!
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