Namen zu ähnlich?

US-Ministerium klagt wegen Wahl in Alaska

Außenpolitik
23.10.2026 22:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eineinhalb Wochen vor den wichtigen US-Parlamentswahlen plant die US-Regierung einen drastischen Eingriff in die Wahlen in Alaska.

Wegen einer möglichen Verwechslungsgefahr zwischen zwei republikanischen Kandidaten für den dortigen Senatssitz reichte das Justizministerium eine Klage gegen den US-Staat ein. Neben dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan kandidiert auch dessen republikanischer Herausforderer Dan J. Sullivan.

Mit der Klage soll verhindert werden, dass die Wahlergebnisse bestätigt werden, sollten Dan S. Sullivan aufgrund der Namensverwechslung mit Dan J. Sullivan Stimmen fehlen. Im umkämpften Staat Alaska konkurrieren mehrere Politiker um einen Senatsposten: Neben dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan und der Demokratin Mary Peltola tritt auch der ebenfalls republikanische Herausforderer Dan J. Sullivan an. Bei den US-Kongresswahlen am 3. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatsposten neu gewählt.

Dan S. Sullivan (links) und Dan J. Sullivan (rechts)
Dan S. Sullivan (links) und Dan J. Sullivan (rechts)(Bild: AP/Mark Thiessen; Becky Bohrer)

Das Justizministerium wirft dem unbekannten Außenseiter vor: „Der einzige Zweck seiner Kandidatur ist es, Peltolas Wahlkampf zu fördern, indem die Zahl der Stimmen für Senator Sullivan reduziert wird.“ So habe sich der Herausforderer erst kurz vor der Erklärung seiner Kandidatur den Republikanern angeschlossen. Außerdem habe er denselben Namen wie der Amtsinhaber beantragt, obwohl er diesen „zuvor nie“ in dieser Kurzform verwendet habe.

Verwechslungsgefahr nicht das erste Mal vor Gericht
Im Falle einer Niederlage des derzeitigen Senators Sullivan fordert das US-Justizministerium, dass erst eine Untersuchung feststellen muss, ob Sullivan ohne seinen nahezu namensgleichen Kontrahenten auf dem Wahlzettel mehr Stimmen erhalten hätte. Dadurch solle die „Integrität der Senatswahl 2026 in Alaska“ geschützt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine mögliche Verwechslungsgefahr Gegenstand einer juristischen Auseinandersetzung war. Bereits zuvor hatte die Wahlleiterin Alaskas versucht, den Herausforderer Sullivan vom Stimmzettel zu streichen. Der Oberste Gerichtshof des US-Staates entschied allerdings, dass Sullivan rechtmäßig antreten dürfe.

Der derzeitige Senator Dan S. Sullivan vertritt den Staat seit 2015 in Washington. Über Dan J. Sullivan ist nur wenig zu erfahren. Anders als die anderen Kandidaten hat der 69-Jährige keine Wahlkampfauftritte absolviert.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung