US-Präsident Donald Trump hat einen möglichen weiteren Militäreinsatz gegen den Iran angedeutet. „Wir machen vielleicht noch eine kleine ‘Epic Fury‘“, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt in Florida. „Operation Epic Fury“ ist die Bezeichnung des US-Militärs für den Konflikt mit dem Iran.
Gleichzeitig sagte Trump, die USA könnten den Krieg schnell beenden. Er sei sich jedoch nicht sicher, ob ein rasches Ende oder ein schrittweises Auslaufen des Konflikts überhaupt anzustreben seien. Wie berichtet, hatte der US-Präsident Anfang des Monats noch erklärt, das US-Militär würde vor den Kongresswahlen am 3. November keinen Angriff auf den Iran starten.
Die „New York Times“ hatte diese Woche berichtet, dass die USA und Israel Pläne für neue Angriffe auf den Iran nach den Zwischenwahlen ausgearbeitet hätten. „Die jüngsten geopolitischen Eskalationen deuten auf einen intensiveren Angriff auf den Iran hin, was die Rohölpreise über die gesamte Terminkurve hinweg nach oben treibt“, sagte Dennis Kissler, leitender Handelsmanager beim Finanzdienstleister BOK Financial Securities.
Kabel durch Straße von Hormuz betroffen
Im Iran werden laut Insidern derzeit Sabotageakte gegen Unterseekabel im Golf vorbereitet. Die Pläne sehen demnach vor, nach etwaigen Angriffen auch Reparaturarbeiten zu verhindern, um die Störung des Internetverkehrs zu verlängern. „Wenn der Iran angegriffen wird, gibt es keine roten Linien mehr“, sagte ein hochrangiger iranischer Sicherheitsvertreter.
„Wenn sie (die USA) unserer Infrastruktur Schaden zufügen wollen, ist es selbstverständlich, dass die Islamische Republik ihre gesamte Macht einsetzen wird, um deren Kapital und Vermögenswerte mit Leichtigkeit zu zerstören“, hatte zuvor ein General der Revolutionsgarden dem staatlichen Sender Al-Alam gesagt. Dazu gehörten auch sieben wichtige Kabel, die unter Wasser durch die Straße von Hormuz verlaufen.
Die Straße von Hormuz ist in den vergangenen Monaten zum zentralen Konfliktpunkt zwischen der iranischen Führung und dem Weißen Haus geworden. Irans Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Öltanker und Frachtschiffe intensiviert, um Trump mit steigenden Ölpreisen innenpolitisch unter Druck zu setzen. Die Ölpreise sind am Freitag weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee kostete zuletzt 116,25 US-Dollar (umgerechnet rund 104 Euro). Das sind 2,7 Prozent mehr als am Vortag.
Der Anstieg hat aber auch mit Angriffen der vom Iran unterstützen Houthi-Miliz zu tun. Diese haben laut eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium, Flughäfen und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramico in Saudi-Arabien attackiert.
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