An diesem Sonntag um 3 Uhr in der Nacht endet die Sommerzeit. Die Zeiger werden auf 2 Uhr und damit auf Normalzeit zurückgedreht. Auf Smartphones stellt sich die Uhrzeit selbst um. Das schließt Apps wie den Wecker und wiederkehrende Erinnerungen ein.
„Hinter der einfachen und nutzerfreundlichen Funktion steckt eine komplexe Technologie, denn Datum und Uhrzeit müssen auf Nanosekunden genau in die Mobilfunknetze eingespeist werden“, heißt es in einer Aussendung des Forums Mobilkommunikation (FMK). GPS-Satelliten senden Zeitdaten, die von GPS-Empfängerinnen und GPS-Empfängern am Boden zur genauen Zeitbestimmung genutzt werden. Viele Mobilfunkanbieter nutzen aber auch eigene Zeitserver. Ältere oder analoge Uhren müssen hingegen händisch umgestellt werden.
Die Zeitumstellung erfolgt in Österreich zweimal jährlich. Die Sommerzeit beginnt immer am letzten Sonntag im März, die Winterzeit (Normalzeit) am letzten Sonntag im Oktober.
Diskussion über Abschaffung seit Jahren
Über die Abschaffung der Zeitumstellung wird seit Jahren regelmäßig diskutiert. 2018 ergab eine Umfrage der EU-Kommission, dass die Mehrheit der Befragten für die Abschaffung ist. Auch das EU-Parlament hat sich bereits dafür ausgesprochen, allerdings konnten sich die Länder nicht einigen, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen.
In Österreich hat die Regierung die Zeitumstellung sogar per Verordnung festgelegt – und zwar bis 2031. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat das mit dem „Sicherstellen des Funktionierens des Binnenmarkts durch eine unionsweit einheitliche Regelung“ begründet. Studien kommen zu dem Schluss, dass das ursprüngliche Argument für die Einführung – nämlich die Energieeinsparungen – eher nicht zu tragen kommt, sprich die tatsächlichen Effekte nur gering sind.
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