Heftiger Kritik sind sowohl Apple als auch die ehemals illegale Tauschbörse Napster ausgesetzt: Beide Unternehmen hatten ihre Dienste auf illegalen Seiten im Internet beworben. Ein schlechter Scherz, wie die britische Plattenindustrie findet. Die Konzerne sollten unverzüglich ihre Werbeschaltungen auf fragwürdigen Sites einstellen.
Problematisch sei, so britische Anwälte, dass jeder Copyrightinhaber ein großes Risiko eingehe, wenn er auf illegalen Downloadseiten werbe. Tauschbörse Napster, erst seit letztem Jahr als legaler Anbieter in Großbritannien präsent, will von diesen Schaltungen nichts gewusst haben. Es sei inakzeptabel für das Unternehmen, dass seine Anzeigen auf irgendeiner illegalen Webseite auftauchen würden, so Mark Howorth, Sprecher von Napster Europe.
Durch enormen Erfolg von Apples Musikshop "iTunes" gerät der Konzern von Seiten der Musikindustrie zunehmend unter Druck. Diese fordert nämlich eine prozentual höhere Abagbe von Tantiemen für die zum Verkauf angebotenen Songs. Die Industrie erhofft sich dadurch am Erfolg von "iTunes" teilhaben zu können und sich so aus der vorherrschenden Musik-Misere zu katapultieren. Das gerade Apple jetzt auch noch auf illegalen Seiten wirbt, um das Geschäft zusätzlich anzukurbeln, scheint der Plattenindustrie so gar nicht zu schmecken.
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