Schon am 12. Juni soll Snowden über einen Mittelsmann angefragt haben, ob er in Island Asyl beantragen könne, berichtet die chinesische Website China.org.cn. Die isländische Regierung hat allem Anschein nach aber wenig Freude mit Snowdens Plänen.
Island bestätigt informelle Anfrage Snowdens
Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson bestätigte bei einem Besuch in Stockholm lediglich indirekt, dass ein Repräsentant Snowdens mit Vertretern mehrerer Ministerien "Diskussionen" über Asylbedingungen geführt habe.
Gunnlaugsson betonte, dass es sich dabei nicht um ein formelles Ansuchen gehandelt habe. Innenministerin Hanna Birna Kristjansdottir sagte gegenüber dem Nachrichtenportal Visir, für Snowden gälten dieselben Voraussetzungen wie für alle anderen Asylbewerber.
Snowden müsste persönlich um Asyl ansuchen
Das bedeutet, dass Snowden nur höchstpersönlich formell in Island um Asyl ansuchen könnte. Dazu müsste Snowden allerdings erst von Hongkong nach Island gelangen. Kein leichtes Unterfangen, wenn man auf den US-Fahndungslisten steht.
Der isländische Sprecher von Wikileaks, Kristinn Hrafnsson, hatte zuvor in einem Zeitungsinterview behauptet, er habe am 12. Juni sowohl mit Gunnlaugsson als auch mit Kristjansdottir bezüglich Asylmöglichkeiten Snowdens vorgefühlt.
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