Am Freitag gab es grünes Licht: Die Gehälter und Löhne der Landes- und Kages-Bediensteten steigen nächstes Jahr im Schnitt um 3,5 Prozent. Kritik daran kommt von den Neos – doch sie ist fehl am Platz.
ÖVP-Personallandesrat Werner Amon hat sich mit der Personalvertretung des Landes geeinigt: Der Bundesabschluss wird auch in der Steiermark übernommen. Ab 1. Jänner werden die Gehälter der rund 7500 Bediensteten der Landesverwaltung sowie jene der rund 19.000 Mitarbeiter der Spitalsgesellschaft Kages um durchschnittlich 3,5 Prozent erhöht (maximal um 437,80 Euro).
Scharfe Kritik kommt von den Neos. „Im öffentlichen Dienst besteht im Gegensatz zur Privatwirtschaft keine wirtschaftliche Unsicherheit, und es besteht auch keine Gefahr von Arbeitslosigkeit. Wie erklären FPÖ und ÖVP den Steirern, die jeden Euro umdrehen müssen, dass es gerechtfertigt ist, in dieser angespannten Situation auch Spitzenverdienern des Landes eine Gehaltserhöhung von 6000 Euro pro Jahr zu gewähren?“, mein Klubobmann Niko Swatek.
Angesichts der dramatischen Finanzlage des Landes und der hohen Gehälter in Spitzenpositionen mag die Kritik gerechtfertigt wirken. Allerdings gibt es vergleichsweise wenige Hofräte und Klinikvorstände, der Großteil der Bediensteten bezieht normale Gehälter – und warum sollten Krankenpfleger oder Mitarbeiter im Straßendienst eine Nulllohnrunde hinnehmen müssen? Gerade im Spitalsbereich muss man jetzt schon mit großen Personallücken kämpfen. Würden diese noch größer werden, käme sofort scharfe Kritik im Landtag, auch von den Neos.
Der öffentliche Dienst muss gegenüber der Privatwirtschaft konkurrenzfähig bleiben. Diese Menschen sorgen dafür, dass das „Werkl“ in der Steiermark rennt. Das sollte uns auch was wert sein – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Einen schönen und hoffentlich entspannten Samstag!
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