Vorfall in Leoben

Vor Extremismus nicht die Augen verschließen

Steiermark Newsletter
04.07.2026 10:30

Nach den völlig jenseitigen Vorfällen mit Mitgliedern einer Burschenschaft in Leoben hat sich der Rektor der Montanuni im „Krone“-Interview glaubhaft distanziert. Ein wichtiges Zeichen in Zeiten, in denen Extremisten immer weiter am Vormarsch sind.

Die Vorfälle aus Leoben lassen einen auch Tage später noch fassungslos zurück: Im Umfeld eines Stiftungsfests einer Burschenschaft der Montanuni sollen deren Mitglieder nicht nur durch das Herumbrüllen ewiggestriger Parolen aufgefallen sein, sondern Gäste jener Festlichkeit sollen dann auch noch einen Taxifahrer zusammengeschlagen haben. Die Stadt Leoben und auch der Rektor der Hochschule haben sich von diesen Vorfällen glaubhaft distanziert. „Dieses Ereignis war einfach nur widerwärtig und eine Ohrfeige für die gesamte Uni“, stellte Rektor Peter Moser im „Krone“-Interview klar.

Ein wichtiges Signal in einer Zeit, in der Extremisten, ob rechts, links oder auch Islamisten, immer mehr am Vormarsch sind. Wir dürfen uns als Gesellschaft von diesen Menschen nicht zurückdrängen lassen, müssen ihnen Einhalt gebieten. Gerade deshalb ist es doppelt bitter, dass unser Nationalteam bei der WM schon die Heimreise antreten musste. Die Begeisterung für Alaba, Arnautovic & Co. hat das Land derart geeint, wie es wohl schon lange nicht mehr war. Da war die politische Gesinnung, die Herkunft oder der Beruf völlig egal. Plötzlich war Patriotismus in Österreich wieder in, ganz ohne gestrigen Mief. Wirklich schade, dass das nun wieder vorbei ist.

Einen schönen Samstag!

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