Insgesamt 122.000 Einsendungen aus 170 Ländern wurden heuer bei den Sony World Photography Awards eingereicht, den Sieg und die begehrte Fotografie-Trophäe "L'Iris d'Or" konnte letztlich die Norwegerin Andrea Gjestvang für sich beanspruchen. Mit ihren würdevollen Portraits Überlebender des Utoya-Massakers, bei dem der rechtsextreme Massenmörder Anders Behring Breivik im Jahr 2011 69 Jugendliche erschossen hatte, gelang es ihr, die Jury für sich zu gewinnen und den Sieg in der Fotokategorie Menschen zu erringen.
Bester Amateur hat erst seit einem Jahr eine Kamera
Der Preis für den besten Amateurfotografen geht an den 21-jährigen Vietnamesen Hoang Hiep Nguyen aus Hanoi, der erst seit einem Jahr eine Digitalkamera sein Eigen nennt. Mit seinem Siegerbild, das ein junges Mädchen in einem Sturm zeigt, konnte er die Jury überzeugen. Nguyen wurde mit dem Titel "Open Photographer of the Year", einem Preisgeld in Höhe von 5.000 US-Dollar und einer Sony-Digitalkamera gewürdigt.
Besonders geehrt wurde auch der US-amerikanische Fotograf William Eggleston, der für seine Verdienste im Bereich der Farbfotografie mit dem Preis für "außergewöhnliche Leistungen für die Fotografie" ausgezeichnet wurde. Den Preis nahm stellvertretend für den Geehrten sein Sohn Winston entgegen.
Fotos aus 15 verschiedenen Sparten
In insgesamt 15 Profikategorien wurden Gewinner gekürt – einen Teil der Gewinnerfotos gibt's oben zum Durchklicken. In der Kategorie Architektur konnte Fabrice Fouillet aus Frankreich den Bewerb für sich entscheiden, im Bereich Kunst und Kultur machte Myriam Meloni aus Italien das Rennen. In der Sparte Kampagnen siegte Christian Åslund aus Schweden, im Bereich Konzept Roman Pyatkovka aus der Ukraine.
Bei zeitgenössischen Themen führt Valerio Bispuri aus Italien das Feld an, in der Kategorie Zeitgeschehen siegte der Russe Ilya Pitalev. Bei Modefotografien machte Klaus Thymann aus Dänemark das Rennen, bei Landschaftsfotografien wurde der Kroate Nenad Saljic zum Sieger gekürt. Bei Lifestyle-Fotos siegte Alice Caputo aus Italien, im Bereich der Naturfotos der Japaner Satoru Kondo.
Sieg in der Jugendkategorie geht an Rumänin
Die besten Sportfotos kommen heuer vom Australier Adam Pretty, die besten Porträts vom Dänen Jens Juul. In der Kategorie Stillleben wurde die Peruanerin Vanessa Colareta ausgezeichnet, die besten Reisefotos wurden von Gali Tibbon aus Israel eingereicht. Besonders gewürdigt wurden die polnische Fotografin Natalia Wiernik, die zum "Student Focus Photographer of the Year" gekürt wurde, und die Rumänin Alecsandra Dragoi, die in der Jugendkategorie das Rennen machte.
Die Gewinnerfotos werden noch bis Mitte Mai im Somerset House in London ausgestellt, außerdem wird ein Bildband zu den Sony World Photography Awards 2013 veröffentlicht. Auf der Website der World Photography Organisation gibt's noch mehr Informationen zu den Siegern und dem Wettbewerb.
Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Sony World Photography Awards 2013
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