"Wir wollen den Leuten helfen, die Channels zu finden, die ihnen gefallen", sagt Matt Glotzbach, der Chef der europäischen YouTube-Niederlassungen. Zu diesem Zweck ist unter YouTube.at ab sofort eine Österreich-Version der populären Videoplattform aus dem Hause Google online. Damit gibt es mittlerweile insgesamt 55 Lokalversionen des Webvideo-Pioniers.
Rapper Moneyboy und Kabarettist Buchinger auf YouTube
Die österreichische YouTube-Variante soll regionalen Partnern als Plattform dienen, auf der sie Kanäle anlegen, über die ihre Videos angeschaut werden können. Einige YouTube-Partner sind schon bekannt. So ist etwa der Wiener Rapper Moneyboy ebenso auf der österreichischen YouTube-Präsenz vertreten wie der Kabarettist Michael Buchinger.
Wer die österreichischen Channels auf YouTube.at abonniert, findet beim Besuch der Videoplattform immer die neuesten Filmbeiträge aus der Alpenrepublik. "Dadurch erreichen die Inhalteanbieter ein größeres Publikum und legen den Grundstein für eine starke Präsenz auf YouTube. Darüber hinaus können Videokünstler aller Art erstmals auch in Österreich mit ihren Videos auf YouTube Geld verdienen", sagt Glotzbach.
"Erst die Partner erfüllen YouTube mit Leben"
Andreas Briese, bei YouTube als Manager für den deutschsprachigen Markt zuständig, betont die Wichtigkeit der mittlerweile weltweit rund eine Million YouTube-Partner. "Erst die Partner erfüllen YouTube mit Leben", sagt er – und fügt hinzu: "Wir hoffen, dass wir in einem Jahr Stars haben, von denen wir bisher noch gar nicht wussten, dass es sie gibt."
Und weil diese Partner mit ihren Videos auch Geld verdienen möchten, teilt sich die Videoplattform Einnahmen aus in den Channels und Videos eingeblendeter Werbung mit ihnen. Wie groß der Teil ist, den YouTube behält, und wie viel tatsächlich bei den Videoschaffenden ankommt, wollte Briese allerdings nicht verraten. Der Anteil sei "fair", so der YouTube-Manager.
YouTube nimmt Copyright "sehr ernst"
Besonderes Augenmerk lege YouTube bei den Videos, die es hostet, eigenen Angaben zufolge auf das Rechtemanagement. "Wir nehmen das Copyright sehr ernst", sagt Briese. Zu diesem Zweck würden alle auf YouTube hochgeladenen Videos zunächst gescannt, anschließend werde ein digitaler Fingerabdruck der einzelnen Frames des Videos erstellt, der dann mit einer Datenbank abgeglichen werde, in der urheberrechtlich geschütztes Material gespeichert wird.
Werde bei diesem Vorgang ein Urheberrechtsverstoß festgestellt, bekomme der Inhaber der Rechte – also beispielsweise eine Plattenfirma oder ein Filmstudio – eine Benachrichtigung und dürfe entscheiden, was nun passiert. Das Video könne vom Rechteinhaber gelöscht werden, ihm stehe jedoch auch frei, es online zu lassen oder an den Werbeeinnahmen, die rund um dieses Video gemacht werden, beteiligt zu werden. Laut Briese entscheiden sich mittlerweile immer mehr Filmstudios für Letzteres.
In acht Jahren zur größten Videoplattform der Welt
Das Videoportal YouTube wurde 2005 von den ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim aus der Taufe gehoben und schon im Jahr darauf für 1,65 Milliarden US-Dollar vom Internetkonzern Google gekauft. Seither hat es sich zur größten und populärsten Videoplattform im Internet entwickelt. Heute werden auf YouTube jeden Monat vier Milliarden Stunden Videomaterial angesehen, pro Minute werden 72 Stunden Videomaterial auf die Online-Plattform hochgeladen. Jeden Monat besucht mehr als eine Milliarde Menschen die Website.
Übrigens: krone.tv ist ebenfalls mit einem eigenen YouTube-Channel vertreten und kann ab sofort abonniert werden. Natürlich werden die krone.tv-Videobeiträge aber auch weiterhin direkt hier auf krone.at zu finden sein.
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