Zu den häufigsten Beschwerden im Frühling zählt die "Frühjahrsmüdigkeit". Der Körper kann sich hormonell nicht so schnell an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. Daher wirkt das in der dunklen Jahreszeit vermehrt produzierte Schlafhormon Melatonin noch eine Zeitlang weiter. Zusätzlich sinkt bei steigender Außentemperatur der Blutdruck ab, weil sich dann die Blutgefäße weiten. Als Gegenmaßnahmen eignen sich vermehrte Vitaminzufuhr sowie Bewegung im Freien.
Unter dem Einfluss des Sonnenlichts geht nämlich die Melatoninproduktion zurück, durch Sport wird wiederum die Ausschüttung von "Glückshormonen" angekurbelt. Walken, Radfahren oder Joggen bringen außerdem den Kreislauf in Schwung und können beginnenden Durchblutungsstörungen, die sich oft durch kalte Hände und Füße zeigen, entgegenwirken. Unterstützend wirken durchblutungsfördernde Pflanzenextrakte aus der Apotheke.
Deftiges Essen im Winter belastet die Leber
Die meisten Menschen essen im Winter deftiger und trinken mehr Alkohol. Das belastet die Leber, was sich ebenfalls in Müdigkeit äußert. Zur Schonung der Leber sollte man ein paar Wochen lang fleischarm essen und auf Alkohol verzichten. Kräuterpräparate aus der Apotheke können die Leber unterstützen. Dazu zählen Mariendistel- und Artischockenpräparate sowie tibetische Kräutermischungen, die den Gallenfluss anregen.
Eine besondere Belastung stellt das Frühjahr für Allergiker dar. Alles blüht, die Pollen fliegen, Menschen niesen, schnupfen, tränen oder leiden gar unter Atemnot. Ein gemeinsamer Ausflug in die erwachende Natur kann da für allergische Familienmitglieder fatal werden. Bei Allergien reagiert das Immunsystem überschießend auf an sich harmlose Stoffe. Für ein ausgewogenes Immunsystem wird in China seit 4.000 Jahren die Astragalus-Wurzel erfolgreich angewendet. Extrakte der Inhaltsstoffe aus dieser Pflanze stehen heute auch bei uns zur Verfügung und sind in Apotheken erhältlich.
UV-Strahlen aktivieren Herpes-Virus
Die ersten kräftigeren Sonnenstrahlen rufen häufig lästige Fieberblasen (Herpes simplex) auf den Plan. Das Herpes-Virus, das in fast allen Menschen schlummert, wird nämlich unter anderem durch UV-Strahlen aktiviert. Tipp: Lippen vor der Sonne schützen und schon bei den ersten Anzeichen Mittel gegen Fieberblasen anwenden, damit die Vermehrung der Viren gestoppt werden kann.
Wer nach dem Winter ohne Vorbereitung sportlich voll durchstartet, wird sich zwangsläufig Muskelschmerzen einhandeln. Es ist nicht sinnvoll, diese "tapfer" zu erdulden, denn dadurch verspannt sich die Muskulatur noch mehr, was weiteren Schmerz hervorruft. Am besten, man durchbricht den Teufelskreis möglichst rasch mit einem Schmerzmittel, schont die Muskeln einige Tage lang und nimmt dann langsam und gut aufgewärmt den Sport wieder auf.
Einmal Ohren putzen bitte!
Der Aufbruch in eine neue Jahreszeit ist auch ein guter Zeitpunkt für gesundheitliche Inventur der ganzen Familie. In diesem Zusammenhang sollte man auch sonst vernachlässigten Organen wie den Ohren vermehrte Aufmerksamkeit schenken. So sind Hörprobleme oft eine Folge falscher Hygiene. Sammelt sich übermäßig Ohrenschmalz (medizinisch Cerum) an, wird der Gehörgang blockiert. Tipp: Die Ohren der ganzen Familie vorbeugend mit Cerum lösendem Meerwasser reinigen. Damit niemand den Frühlingsgesang unserer gefiederten Freunde überhört.
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