Di, 19. Juni 2018

Handy-TV

20.09.2005 16:09

Fernsehen übers Handy kann 3G-Netz überlasten

Mobile TV- und Videodienste sollen zwar den Markt für 3G-Handys ankurbeln, wenn aber rund 40 Prozent aller 3G-User acht Minuten pro Tag TV-Dienste in Anspruch nehmen, wäre die Kapazität eines W-CDMA-Netzes ausgeschöpft, so ein Bericht des britischen Instituts Sound Partners Research.

Derzeit sind die Netze der dritten Generation noch nicht ausgelastet, deshalb bieten Mobilfunkbetreiber TV- und Videodienste zu sehr attraktiven Preisen an. Durch die Verbreitung von 3G-Endgeräten und die Akzeptanz von Videodiensten am Massenmarkt könnten die Kapazitäten aber bald erschöpft sein. 

Die Gewinnspannen durch TV- und Videodienste seien, verglichen zur Sprachtelephonie vergleichsweise gering. "Ein zweistündiger Film in guter Qualität bei einer Übertragungsrate von 384kbit/s würde 300Mbyte verbrauchen. Ein Handybetreiber müsste mindestens 300 Dollar verlangen, um eine ähnliche Gewinnspanne wie mit Gesprächen zu erreichen", so Alistair Brydon, einer der Autoren des Berichts.

Eines der ersten TV-Services in Südkorea, das den Dienst zu einem Pauschalreis angeboten hat, sei laut dem Bericht unprofitabel gewesen und habe zu Netzüberlastung geführt. Kurzfristig seien Videoclips, die nicht länger als drei Minuten dauern, die größte Chance im 3G-Netz, meint Brydon.

"Die Kapazität von UMTS ist noch lange nicht erschöpft, es kann aber sein, dass eine Zelle kurzfristig überlastet ist, wenn zu viele User zeitgleich einen Datendienst in Anspruch nehmen", erklärt T-Mobile Sprecher Rene Bresgen. 

Quelle: Pressetext Austria

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